Über die Gesellschaft Preise Publikationen Symposien Literatur Links Kontakt Anmeldeformular
English Version

NEWS 2003 [ONLINE VERSION]

Inhalt


 

Editorial

Peter E. Allmayer Beck

Die Internationale Coronelli-Gesellschaft blickt auf 52 ereignisreiche Jahre zurück. Für mich waren die vergangenen drei Jahre besonders spannend, galt es doch zu beweisen, dass die Gesellschaft die gravierenden Änderungen, die sich durch den Rückzug unseres langjährigen Präsidenten Rudolf Schmidt aus dem geschäftsführenden Vorstand ergaben, gut bewältigt, und dass der neu gewählte Vorstand in der Lage ist, auf der Basis des bisher erreichten, neue Akzente in der Arbeit zu setzen.

Mir scheint, dass dies, wenn auch nicht ganz problemlos, gut gelungen ist: Mit "Globe Studies" etablierten wir eine englische Ausgabe unseres wissenschaftlichen Periodikums, die "Informationen" wurden zu einem modernen Journal [im engl. Bulletin ?] unter dem Titel NEWS weiter entwickelt. Im Juni 2002 begingen mehr als 200 Mitglieder und geladene Gäste mit einem Festakt im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek - zu dem wir zwei Festvortragende einladen konnten - und einem anschließenden Abendempfang in Wien das 50-jährige Gründungsjubiläum unserer Gesellschaft. Ein halbes Jahr später fand in Nürnberg das zehnte internationale Symposium zur Globenkunde statt, auf dem mehr als zwanzig wissenschaftliche Beiträge präsentiert wurden. Die Mitgliederzahl unserer Gesellschaft wächst langsam, aber stetig, so dass wir zur Zeit 300 Mitglieder vereinigen. Natürlich hoffen wir, durch unsere Symposien und durch unsere Publikationen in Zukunft bei noch mehr Menschen Interesse an der Globenkunde und / oder am Sammeln von Globen zu wecken.

Die vorliegende Ausgabe von NEWS erscheint leider verspätet; Förderungen von öffentlichen Institutionen sind in der heutigen Zeit nicht so leicht zu erlangen und von privater Seite haben wir bisher nicht die Unterstützung erfahren, die für eine zeitgerechte Realisierung unseres anspruchsvollen Publikationsprogramms notwendig wäre. Der Vorstand der Internationalen Coronelli-Gesellschaft hat daher beschlossen, die pünktliche Veröffentlichung des wissenschaftlichen Publikationsorgans unserer Gesellschaft "Der Globusfreund / Globe Studies" aus den regulär eingehenden Finanzmitteln zu garantieren und die Produktion von NEWS vom Einlangen von Sondermitteln abhängig zu machen.

Ich möchte an dieser Stelle alle unsere Mitglieder, besonders aber die Mitglieder des erweiterten Vorstandes bitten, uns bei der Einwerbung von finanziellen Förderungen zu unterstützen! Sondermittel kommen bisher nur aus Österreich - es würde jedoch dem Charakter einer internationalen Gesellschaft besser entsprechen, wenn auch aus anderen Ländern über die regulären Mitgliedsbeiträge hinaus gehende finanzielle Mittel eingehen würden. Ich darf in diesem Zusammenhang auch an die in unseren Statuten vorgesehene Möglichkeiten erinnern, die Arbeit der Gesellschaft durch Übernahme einer Fördermitgliedschaft und / oder durch Spenden zu unterstützen.

Darüber hinaus bitte ich alle Mitglieder herzlich, in den von ihnen besuchten Bibliotheken die Anschaffung unserer wissenschaftlichen Publikation "Der Globusfreund / Globe Studies" - bzw. den Erwerb von fehlenden Exemplaren - zu urgieren. Bis auf die Nummern 1 (1952) bis 9 (1960) sind noch von allen Ausgaben Exemplare vorhanden, die zur Auffüllung unvollständiger Bestände erworben werden können. Wir gewähren zu diesem Zweck, zeitlich begrenzt, bei der Bestellung von mindestens drei Bänden einen Sonderrabatt von 30% und bei Bestellung von mindestens sechs Bänden 50% Nachlass auf den bisher üblichen Verkaufspreis (zuzüglich Verpackungs- und Portokosten).

Zum Inhalt des vorliegenden Heftes: Walter Wiesinger berichtet in seinem Beitrag - wie immer detailliert - über die jährliche Generalversammlung, in deren Zentrum diesmal die Entlastung des Vorstandes nach dreijähriger Funktionsperiode und die Neuwahl von Vorstand und Rechnungsprüfern für die nächsten drei Jahre standen. Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit wahrnehmen, dem scheidenden Vorstand und den beiden Rechnungsprüfern herzlich für ihr Engagement zu danken! In Andreas Riedls Kolumne "Globenjagd im Internet" geht es diesmal um die Recherche in bezug auf zeitgenössische Globen. Die Rubrik "Sammeln" bietet einen Bericht des Kartenkurators Kartographiehistorikers Ronald Grim über den Globenbestand der Geography & Map Division der Library of Congress. Der, dem Restaurieren von Globen gewidmete Beitrag stammt diesmal ebenfalls aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Dort begann die Herstellung von Globen im Vergleich zu Europa zwar relativ spät, es gibt dennoch eine große Anzahl interessanter Objekte, denen nicht immer die ihrer Bedeutung entsprechende Aufmerksamkeit und Sorgfalt zuteil wird. Unser Mitglied Thomas McClintock hilft mit seiner Expertise und seinen Fähigkeiten mit, diese historischen Objekte zu erhalten und zu bewahren. Der unerfreuliche Anlass des verspäteten Erscheinens von NEWS 2003 hat auch einen positiven Effekt: in der Rubrik "Rund um den Globus" finden Sie diesmal - aufgrund des längeren "Sammel-"zeitraumes - besonders viele interessante Beiträge. Heide Wohlschläger berichtet, verlässlich wie gewohnt, von den Ergebnissen der wichtigsten internationalen Auktionen, auf denen im Jahr 2002 Globen veräußert wurden. Den Autoren und all jenen, die am Zustandekommen dieser Aufgabe von NEWS Anteil hatten, sei hiermit aufrichtig gedankt!

Der Mitgliedsbeitrag unserer Gesellschaft blieb seit 1999 unverändert niedrig, obwohl wir in den letzten Jahren unser Publikationsprogramm durch die englische Ausgabe von "Der Globusfreund" und durch NEWS deutlich erweiterten. Da eine diesem Programm adäquate Erhöhung des Mitgliedsbeitrages von vornherein als unrealistisch erschien, planten wir, unsere Publikationen weitestgehend durch das Einwerben von Förderungen, Unterstützungszahlungen und Spenden zu finanzieren. Nun sind jedoch im Juni 2003 wiederum die Portokosten der Österreichischen Post spürbar angehoben worden, was den Versand unserer Publikationen neuerlich deutlich verteuerte. Der Vorstand sah sich daher gezwungen, auf diese unerfreuliche Situation mit einem Antrag auf Erhöhung des Mitgliedsbeitrages auf jährlich 30 Euro zu reagieren, der durch die Generalversammlung beschlossen wurde. (Bei Zahlung für drei Jahre im voraus ermäßigt sich der Gesamtbetrag auf 80 Euro.) Ich hoffe sehr, dass Sie für diese Notwendigkeit Verständnis haben! Eine weitere Änderung wird es in bezug auf briefliche Mitteilungen (z.B. Einladungen zur Generalversammlung) geben. Um Portokosten zu sparen, werden wir Rundschreiben in Zukunft, soweit möglich, per E-mail zustellen. Ich bitte alle Mitglieder, die über eine entsprechende Möglichkeit verfügen, dem Büro der Gesellschaft unter vincenzo@coronelli.org ihre E-mail-Adresse zu übermitteln und diese bei Bedarf verlässlich zu aktualisieren.

Aufgrund des, aus oben erläuterten Gründen verspäteten Erscheinens von NEWS 2003 ist eine Verschiebung des Erscheinungstermins der Ausgabe 2004 in die Wintermonate angeraten. Vorher werden wir jedoch den Doppelband 51/52 von "Der Globusfreund / Globe Studies" veröffentlichen, der - von Johannes Dörflinger herausgegeben -, wie gewohnt, in Form wissenschaftlicher Artikel einen Teil der Vorträge enthalten wird, die auf unserem 10. Internationalen Symposium Nürnberg 2002 gehalten wurden. Die restlichen in Nürnberg präsentierten Vorträge werden im Band 53/54 veröffentlicht werden, dessen Veröffentlichung wir für 2005/2006 planen.

Ich darf meinen Beitrag mit zwei erfreulichen Mitteilungen beschließen:

Herzlichen Glückwunsch!


Peter E. Allmayer-Beck gratuliert Rudolf Schmidt im Namen der Internationalen Coronelli-Gesellschaft zum 80. Geburtstag.


 

Bericht über die Generalversammlung 2003

Walter Wiesinger

Die Generalversammlung fand am 3. Dezember 2003 in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, am Sitz der Gesellschaft statt.

Der Präsident gab eine Zusammenfassung der Ereignisse und Aktivitäten des abgelaufenen Jahres. Die Anzahl der Mitglieder ist erfreulicherweise im Steigen. Die Öffentlichkeitsarbeit zeigt positive Erfolge und es gab einige Berichte über die Gesellschaft in Fachzeitschriften. Ein besonderes Anliegen des Präsidenten sind nach wie vor die Bemühungen um finanzielle Förderungen. Diese sind erforderlich, um das regelmäßige Erscheinen und den hohen Standard von "Der Globusfreund / Globe Studies" und "News" beizubehalten. Der Präsident ist zuversichtlich, die entsprechenden Geldmittel auch für die nächsten Publikationen einwerben zu können.

Die Präsentation der finanziellen Gebarung des Jahres 2002 zeigte einen Abgang im Vergleich zu 2001, was zu einem Großteil auf die zusätzlichen Ausgaben für die Veranstaltungen anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gesellschaft zurückzuführen ist.

Da die laufenden Kosten, insbesondere die Postgebühren, stark gestiegen sind, wurde eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages, welcher seit Jahren unverändert blieb, besprochen. Nach eingehender Diskussion wurde eine Erhöhung des jährlichen Beitrages auf € 30 festgelegt. Bei Zahlung des Mitgliedsbeitrages für 3 Jahre im vorhinein ermäßigt sich der Betrag auf insgesamt € 80.

Die Rechnungsprüfer bestätigten die Überprüfung und Korrektheit der Finanzgebarung des Jahres 2002 und beantragten die Entlastung des Vorstands, welcher von der Generalversammlung einstimmig angenommen wurde.

Der Ablauf der dreijährigen Funktionsperiode des Vorstandes machte eine Neuwahl durch die Generalversammlung notwendig. Diese erfolgte in der bisherigen Besetzung einstimmig. Ebenso wurden die beiden Rechnungsprüfer einstimmig wieder gewählt. Aus dem erweiterten Vorstand scheidet Herr Dr. Ludvik Mucha aus Prag aus, dem auf Vorschlag des Vorstandes wegen seiner Verdienste um die Globenkunde von der Generalversammlung einstimmig die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde.

Nach kurzer Vorstellung von neuen Mitgliedern, die erstmals an der Generalversammlung teilgenommen hatten, wurde die Versammlung beendet.


 

Globenjagd im Internet

Andreas Riedl

Nachdem in NEWS 2002 für Globensammler und -liebhaber interessante, im WWW präsentierte Globensammlungen besprochen wurden, setzt sich der aktuelle Beitrag näher mit der Möglichkeit des Aufspürens moderner Globen im Internet auseinander.

Einen ersten schnellen Zugang zu modernen Globen erhält man über Suchmaschinen, deren zielführendste Vertreterin wohl Google ist (www.google.com). Nach Eingabe des Suchbegriffs "globes" werden etwa 850.000 links aufgelistet. Der größte Teil davon bezieht sich leider nicht auf "Globen" im Sinne von Erd- oder Himmelsgloben, sondern auf Beleuchtungskörper, Ballone oder etwa Zeitschriften.

Dennoch eignet sich diese umfangreiche Liste von links auch für das Aufspüren moderner Globen. In dieser Auflistung stehen naturgemäß zu oberst diverse Onlineshops (z.B. www.world-globe-superstore.com ) welche Globen anbieten, sowie vereinzelt Globenproduzenten. Gerade die Onlineshops sind ein vielversprechender Ausgangspunkt, da sie im Unterschied zu einzelnen Produzenten zumeist Globen verschiedener Hersteller anbieten. Eine Fundgrube für moderne Globen sind auch Internetsites, die Preisvergleiche zwischen verschiedenen Onlineshops anstellen (shop.bizrate.com). Diese durchsuchen eine breite Palette von Globenanbieter und Onlineshops im Internet. Sie liefern nach Eingabe des Suchbegriffs "globes" eine umfassende Auswahl an modernen Globen in einer übersichtlichen meist mit Abbildung versehenen Liste. Dadurch erspart man sich das oft Zeit raubende Durchsuchen einzelner Sites um einen Überblick zu bekommen. Weiters lassen sich über die Benennung der Globen in den Shops mittels neuerlicher Eingabe in Google weiterführende Hinweise aufspüren. Suchbegriffe, bei denen sich eine regelmäßige Eingabe lohnt, sind etwa: "speciality globes", "inflatable globes", "levitating globes", "relief globes", "clock globes" oder "giant globes".

Es lohnt übrigens durchaus, sich die Mühe zu machen, in der von der Suchmaschine gelieferten Auflistung der links nicht nur die erste Seite nach Nützlichem zu durchsuchen sondern auch den darauf folgenden Seiten Beachtung zu schenken.

So findet man etwa Riesengloben (Durchmesser ca. 1,8 m) aus Aluminium in diversen Sonderausführungen bei www.1worldglobes.com/alumglobes.htm oder Globen aus Kunststoff (Durchmesser bis zu 5 m) - geeignet als Blickfang z. B. für Ausstellungen bei www.southernballoonworks.com/giantballspage.htm. Anleitungen über den Herstellungsprozess moderner Globen sind selten; sie reichen von laienhaft bis professionell. Zur ersten Kategorie zählt etwa eine Anleitung zur Anfertigung eines "kostengünstigen Riesenglobus" aus Papiermaché unter www.geocities.com/MadisonAvenue/4094/globe.html. Eine semiprofessionelle Erklärung der Funktionsweise "schwebender Globen" ist ebenso abrufbar (http://www.geocities.com/dsligar.geo/globe.html) wie eine professionelle Erläuterung des Produktionsverfahrens eines modernen Relief-Globus (www.geo-institut.de/prod_globus/prod_globus_b2.html [gone]). Das zuletzt genannte link bildet unter den Globenherstellern eine positive Ausnahme, da hier die Herstellerfirma selbst Einblick in den Produktionsprozess gewährt.


 

Die Globensammlung der Geographie- und Kartenabteilung der Kongressbibliothek in Washington

Ronald Grim

Die Library of Congress Geography and Map Division besitzt eine umfangreiche Sammlung von Globen, Globusstreifen und ähnlichem Material, die jedoch nicht sehr bekannt und wenig erforscht ist. Ein Überblicksartikel dazu erschien 1984 in The Portolan, der Zeitschrift der Washington Map Society.1 Einige der in der Kongressbibliothek vorhandenen Globen sind auch in Ena Yonges Katalog angeführt, ebenso in Deborah Warners Bibliographie amerikanischer Globen des 19. Jahrhunderts.2
Einige wenige Globen der Kongressbibliothek wurden individuell in Zeitschriftenartikeln behandelt.3 Seit dem Erscheinen dieser Listen und Artikel ist jedoch eine große Zahl weiterer Globen zur Sammlung hinzugekommen. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die Globensammlung der Kongressbibliothek und aktualisiert die Zusammenfassung von 1984. Es werden Anzahl und Typen der vorhandenen Globen untersucht, die Stärken der Sammlung charakterisiert und einzelne bedeutendere Globen besprochen.

Bisher nahm man an, dass die meisten Globen der Kongressbibliothek aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammen und in den Vereinigten Staaten erzeugt wurden. Dies hat eine kürzlich vorgenommene numerische Sichtung bestätigt. Zum Glück waren die meisten Globen katalogisiert; die bibliographischen Angaben sind also über den Online Katalog (http://catalog.loc.gov/) zugänglich. Darüber hinaus sind jedoch noch zahlreiche, zum Großteil nicht katalogisierte Globusstreifen vorhanden. Diese müssen aber in die Zählung einbezogen werden, weil die meisten Globen des 20. Jahrhunderts als Copyright-Belegexemplare in die Bibliothek kamen. Viele Globenhersteller zogen es vor, als Beleg Globusstreifen und nicht die eigentlichen Globen einzusenden.

Im vergangenen Jahr wurden große Anstrengungen unternommen, die vor 1900 entstandenen Globen, die von unterschiedlicher Größe sind, zu beschildern und logisch geordnet im begrenzten Archivraum der Abteilung aufzustellen. Im Rahmen dieses Projekts wurde die Katalogisierung überprüft und korrigiert, und es wurde für jeden Katalogeintrag der Ort der Aufstellung verzeichnet. In der Folge war es möglich, eine computergestützte Suche bezüglich aller Kategorien durchzuführen, die mit Globen zu tun haben (G3160, Himmelsgloben; G3167, Mond und Planten; G3170, Erdgloben; G3171, spezielle Themen und Formate; sowie 3201.B71, Globusstreifen). So erhielten wir eine annähernd richtige Gesamtzahl der Globen; die Globusstreifen mussten einzeln manuell gezählt werden. Die Anfang August 2003 durchgeführten Zählungen (siehe Tabelle 1) ergaben, dass insgesamt 297 Globen und 153 Globusstreifen, also insgesamt 550 Globen-Objekte, vorhanden sind. Unter den katalogisierten Globen befinden sich 29 Himmelsgloben, 9 Globen, die den Mond oder andere Planten darstellen, 294 Erdgloben und 65 Globen über bestimmte Themen oder mit besonderen Formaten. Von den 153 Globusstreifen sind nur 28 katalogisiert; die übrigen befinden sich innerhalb der nicht katalogisierten Einzelkartensammlung, in chronologischer Reihenfolge, unter der Bezeichnung "World-Globes". Verstreut unter diesen nicht katalogisierten Materialien befinden sich noch weitere 35 Objekte, nämlich Fotos wichtiger älterer Globen, die in anderen Archiven aufbewahrt werden; zusätzlich lose Blätter aus Atlanten mit Stichen von Globusdarstellungen, sowie auch einige Werbeplakate für Globen.


Tabelle 1: Globen und Globusstreifen der Kongressbibliothek

 

vor 1800

19. Jhd

20. Jhd

Total

Globen:

 

 

 

 

Himmelsgloben

6(2)*

10

13

29

Planetarien

 

 

9

9

Erdgloben

18(8)*

63(2)*

213

294

Themagloben

 

 

65

65

Subtotal

24(10)*

73(2)*

300

397

 

 

 

 

 

Globusstreifen:

 

 

 

 

Nicht katalogisiert

10(6)*

10

105

125

katalogisiert

9(5)*

4(1)*

15

28

Subtotal

19(11)*

14(1)*

120

153

 

 

 

 

 

Total

43(21)*

87(3)*

420

550

*Angaben in Klammern beziehen sich auf Faksimiles


Die durchgeführte Zählung bestätigte, dass der Großteil, ungefähr 75%, der Objekte in der Globensammlung aus dem 20. Jahrhundert stammt. Die übrigen 25% umfassen 43 Globen und Globusstreifen aus der Zeit vor 1800 sowie 87 Globen und Globusstreifen aus dem 19. Jahrhundert. Der Globus des Caspar Vopell, ca. 1543, mit Ringkugeln. Ältester Globus in der Kongressbibliothek.
Das Material aus der Zeit vor 1800 umfasst 24 Globen und 19 Globusstreifen-Sätze, insgesamt 43 Objekte, wovon jedoch 21 Faksimile-Reproduktionen sind. Das älteste Original der Sammlung ist ein Erdglobus von Caspar Vopell (1511-1561), datiert ca. 1543. Dieser kleine Manuskriptglobus von 3 Zoll Durchmesser ist im Inneren von Ringkugeln befestigt, die das Sonnensystem gemäß der ptolemäischen Vorstellung vom Universum mit der Erde im Mittelpunkt darstellen. Andere bedeutende ältere Exemplare der Sammlung umfassen ein Globenpaar von Jodocus Hondius (1563-1612) aus dem Jahr 1615, bestehend aus je einem 7,5 Zoll-Erd- und Himmelsglobus, sowie je einen Satz unkolorierter Globusstreifen dieser beiden Globen. Des weiteren ist ein persischer Himmelsglobus aus der Mitte des 17. Jahrhunderts zu erwähnen, auf dessen 5,5 Zoll-Holzkugel Sternbilder eingraviert sind. Das Werk des äußerst produktiven italienischen Globenmachers Vincenzo Coronelli (1650-1718) ist mit einem 44 Zoll-Globenpaar vertreten, d.h. mit einem Erd- und einem Himmelsglobus, datiert 1692 bzw. 1693, sowie einem Satz von auf einem Band befestigten Erdglobus-Streifen; des weiteren mit einem 18 Zoll-Erdglobus des Jahres 1696, gewidmet König Wilhelm III. von England; und mit dem seltenen Libro de' Globi (1697), einem Atlas, der die gesamte Vielfalt der von Coronelli geschaffenen Globen dokumentiert.

Objekte aus dem 18. Jahrhundert umfassen einen britischen Globus, den von John Senex (gest. 1740) produzierten 3 Zoll-Taschenglobus der Erde, dessen Kassette mit einer Himmelskarte ausgekleidet ist. Es sind auch einige Exemplare deutscher und französischer Globen vorhanden, darunter Johann Gabriel Doppelmayrs (1671-1750) 8 Zoll-Erdglobus aus dem Jahr 1750; Rigobert Bonnes (1727-1794) und Joseph Jérôme LeFrançais de Lalandes (1732-1807) 12 Zoll-Erd- und Himmelsgloben aus dem Jahr 1775; Charles François Delamarches (1740-1817) 2 Zoll-Erdgloben der Jahre 1785 und 1790, die im Inneren von Ringkugeln befestigt sind; und schließlich Johann Georg Klingers (1764-1806) 2 Zoll-Erdglobus aus dem Jahre 1790.

Globen wurden in den USA erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts produziert. Aus diesem Jahrhundert besitzt die Sammlung zehn Himmelsgloben, 63 Erdgloben und 14 Sätze von Globusstreifen, insgesamt 87 Objekte. Ungefähr 70% stammen aus den Vereinigten Staaten. Soweit sie identifiziert werden konnten, waren die meisten US-Globenhersteller in New England und im Staat New York tätig. Drei Globen der Kongressbibliothek wurden in Vermont hergestellt, 15 in Boston und Umgebung, sechs in verschiedenen Städten in Connecticut, zehn im Umkreis der Stadt New York und 15 in Albany oder anderen Städten des Staates New York. Nur neun wurden in Chicago erzeugt, und zwar erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Die wichtigsten Sammlungsstücke des 19. Jahrhunderts sind 12 Objekte, hergestellt vom ersten amerikanischen Globenmacher, James Wilson (1763-1855). Wilson begann seine Laufbahn als Globenproduzent 1810 in Bradford, Vermont, und übersiedelte mit seiner Firma später nach Albany, New York. Zu den an Wilson erinnernden Exponaten der Sammlung gehören: zwei 13 Zoll-Erdgloben aus dem Jahr 1811; ein 13 Zoll-Globenpaar bestehend aus Erd- und Himmelsglobus von ca. 1820, montiert auf zwei zusammengehörigen einzelnen Gestellen mit Sockel; ein weiterer 3 Zoll-Erdglobus von ca. 1820 ist zwischen zwei durch hölzerne Querleisten verbundenen Holzstützen befestigt; ein 13 Zoll-Erdglobus von 1828 mit der Firmenbezeichnung Wilson and Sons; ein 13 Zoll-Erd- und Himmelsglobuspaar datiert 1831 und 1834; und schließlich ein 13 Zoll-Erd- und Himmelsglobuspaar von Wilson aus dem Jahr 1837, herausgegeben von Wilsons Schwiegersohn Cyrus Lancaster (ca. 1802-1862). Zusätzlich gibt es noch eine Mappe mit einer kleinen Sammlung persönlicher Korrespondenz, sowie von Zeitungsausschnitten über die Firma, darunter eine ganzseitige Werbeeinschaltung, datiert 1828.

Zu den Werken weiterer älterer Globenhersteller der USA gehören fünf in Boston hergestellte Globen von Josiah Loring (1775-1840). Es handelt sich um vier Erdgloben und einen Himmelsglobus (mit Durchmessern von 9,5 Zoll bis 12 Zoll) aus dem Zeitraum 1830-1868. Des weiteren acht Globen von Gilman Joslin (1804 - ca. 1886) aus Boston, mit 6 Zoll- und 10 Zoll-Erdgloben, die zwischen 1840 und 1890 entstanden. Die Erzeugnisse des Josiah Holbrook (1788-1854) und seiner Holbrook's Apparatus Manufacturing Firm in Wethersfield, Connecticut, umfassen einen 8 Zoll-Erdglobus und vier 3 Zoll-Taschengloben. Die Kongressbibliothek besitzt zusätzlich weitere zehn Exemplare kleiner Taschen- und Schulgloben, überwiegend aus dem 19. Jahrhundert, hergestellt sowohl von US-amerikanischen als auch von britischen Firmen.

Zu den besonderen Exponaten des 19. Jahrhunderts gehört u.a. der Magnetglobus von Elbert Perce (1831-1869), herausgegeben 1864 von Charles Scribner, New York. Der Globus wird ergänzt durch acht Magnete mit kleinen Tierdarstellungen und Abbildungen von Menschen in Nationaltracht, sowie durch eine von der Pädagogin Mary Howe Smith verfasste pädagogische Gebrauchsanleitung, eine Erläuterung der praktischen Verwendung des Globus im Geographieunterricht. Im Jahr 1875 ließ Ellen E. Fitz (geboren 1836), die erste Frau unter den Globenproduzenten, ein Gestell mit zwei Kreisen patentieren, welche den Tag und das Zwielicht symbolisieren. Aus ihrer Produktion stammen zwei Globen der Sammlung, datiert 1879 bzw. 1877, mit Durchmessern von 6 bzw. 12 Zoll. (In einer anderen Abteilung der Kongressbibliothek befindet sich ein Exemplar von Fitzens Buch Handbook of the Terrestrial Globe, or Guide to Fitz's New Method of Mounting and Operating Globes (Boston, 1876), das erklärt, wie ihre Globen im Unterricht eingesetzt werden können.) Weiters enthält die Sammlung etliche Exemplare des 1872 veröffentlichten "Telegraphen-Globus", der die Telegraphenleitungen des Samuel F. B. Morse darstellt. Es sind dies Globen von 6 Zoll bzw. 12 Zoll Durchmesser, vertrieben von der Silicate Book Slate Company, einer New Yorker Firma für Unterrichtsmaterial. Ein etwas ungewöhnliches Sammlungsobjekt ist "Bett's Portable Globe", hergestellt von der britischen Firma George Philip and Son. Die Kongressbibliothek besitzt von diesen nach dem Regenschirmprinzip aufspannbaren Globen aus Stoff drei Exemplare aus den Jahren 1866, 1905 und 1920. Schließlich findet man auch ein Exemplar eines aufblasbaren Erdglobus, hergestellt ca. 1830 von Ebe Pocock in Bristol, UK. Mit warmer Luft aufgeblasen hätte dieser dünne Papierballon einen Durchmesser von ungefähr 43 Zoll.

Das 20. Jahrhundert ist mit 420 Globen bzw. Globusstreifen-Sätzen vertreten. Dreizehn Stück davon sind Himmelsgloben, neun stellen den Mond und verschiedene Planeten wie Merkur, Mars und Venus dar. Die meisten Planeten- und Mondgloben wurden von Replogle Globes für die National Aeronautics and Space Administration (staatliche Luftfahrt- und Raumfahrtbehörde der USA) hergestellt, wobei die Kartographie vom US Geological Survey stammt. Der Großteil der Globen des 20. Jahrhunderts, insgesamt 213, sind Erdgloben; 65 Objekte sind als sogenannte Thema- bzw. Spezialformat-Globen katalogisiert. Dazu kommen noch 120 Sätze von Globusstreifen.


Tabelle 2: Werke der wichtigsten US-amerikanischen Globenproduzenten in der Kongressbibliothek

 

 

 

 

 

Globen

Globenstreifen

Total

George F. Cram (Indianapolis)

55

4

59

Weber Costello (Chicago)

26

30

56

Rand McNally (Chicago)

31

17

48

Replogle (Chicago)

38

3

41

National Geographic Society (Washington, D.C.)

31

0

31

Denoyer-Geppert (Chicago)

3

23

26

A. J. Nystrom (Chicago)

6

11

17

Hammond (Mapplewood, NJ)

7

6

13

Totals

197

94

291


Die Liste der wichtigsten US-Produzenten von Globen des 20. Jahrhunderts (siehe Tabelle 2) zeigt, dass die meisten dieser in der Kongressbibliothek vorhandenen Globen, d.h. 291 Stück oder ca. 70% der Gesamtzahl, von acht US-Firmen stammen. Die größte Zahl, 59 Stück, stammen von der Firma George F. Cram in Indianapolis. Auf dem zweiten Platz der Globenhändler und Globenproduzenten folgen drei Chicagoer Firmen, nämlich Weber Costello, Rand McNally und Replogle. Eine der jüngsten Mitbewerberinnen unter den Herausgebern von Globen ist die Kartographie-Abteilung der National Geographic Society in Washington D.C.; sie hat seit Anfang der 1970er Jahre mit 31 Globen zur Sammlung der Kongressbibliothek beigetragen. Zwei weitere Chicagoer Firmen, Denoyer-Geppert und A. J. Nystrom, sowie auch die Firma Hammond im New Yorker Vorort Maplewood, New Jersey, vervollständigen die Liste der wichtigsten US-Produzenten von Globen des 20. Jahrhunderts. Auffallend beim Vergleich zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert ist die deutliche Verlagerung der Produktion, weg von New England und New York, zu Firmen im Mittleren Westen der USA, d.h. fast ausschließlich nach Chicago. Die meisten der dort produzierten Erdgloben sind nicht besonders große (6 bis 16 Zoll Durchmesser-) Globen für den Allgemeingebrauch in Schulen und im Bildungswesen, die durch regelmäßige Neuauflagen korrigiert und aktualisiert werden, um der sich rasch verändernden politischen Geographie der heutigen Welt Rechnung zu tragen.

Der "Präsidenten-Globus" in der Kongressbibliothek - ein 50 Zoll-Globus. Für militärische Zwecke hergestellt von Weber Costello während des 2. Weltkrieges auf Basis kartographischer Angaben des US Office of Strategic Services. Trotz der Einheitlichkeit der US-Globenproduktion im 20. Jahrhundert seien hier noch einige besondere, vor allem größere Exemplare erwähnt. Eines dieser Stücke, bekannt als "Präsidentenglobus", ist ein speziell für militärische Zwecke konzipierter Globus von 50 Zoll Durchmesser der Firma Weber Costello, der während des Zweiten Weltkriegs produziert wurde und auf kartographischen Unterlagen des US Office of Strategic Services beruht. Präsident Franklin D. Roosevelt ließ ca. ein Dutzend solcher Globen herstellen. Ein Exemplar wurde auch im Büro des Präsidenten aufgestellt und befindet sich heute in der Roosevelt Presidential Library in Hyde Park, New York. Ein weiteres Exemplar machte Roosevelt Winston Churchill zum Geschenk und zwei kamen in die Räume des Senats und des Abgeordnetenhauses im Capitol. Dieser zuletzt erwähnte Globus befindet sich heute in der Geographie- und Kartenabteilung der Kongressbibliothek, zusammen mit einem Satz Globusstreifen. Ein weiterer besonderer Globus, der ebenfalls kurz nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 veröffentlicht wurde, wird "Coca-Cola Globus" genannt. Dieser im Auftrag der Erzeuger des bekannten Erfrischungsgetränks produzierte Globus wurde an Schulen verteilt; er sollte von den Schülern in der Klasse selbst zusammengebaut werden. Die Geographie- und Kartenabteilung besitzt keinen fertig zusammengesetzten Globus dieser Art, wohl aber einen Satz der entsprechenden Globusstreifen und ein Handbuch mit genauen Anweisungen, wie dieser 30 Zoll-Globus zu bauen ist. Des weiteren besitzt die Sammlung eine Anleitung für die Herstellung eines 50 Zoll-Globus.

Viele der ‚Themagloben' behandeln physikalisch-naturwissenschaftliche Fragen; die meisten zeigen ein physikalisches Relief ohne zusätzliche kulturelle Informationen. Diese Globen behandeln Themen wie Kontinentalverschiebung, Erdbeben, Klimazonen oder Lebensräume von Tieren. In der Eingangshalle der Geographie- und Kartenabteilung ist einer der größten Globen der Kongressbibliothek zu sehen. Es handelt sich um einen der acht von der Firma Terr a qua Globes and Maps (Santa Anna, Kalifornien) zwischen 1966 und 1973 produzierten drehbaren physikalischen Globen von 6 Fuß Durchmesser. Dieser Globus war ursprünglich eine Schenkung an die US National Archives and Records Administration, im Gedenken an Captain Finne Ronne und dessen Gemahlin, ein Forscherehepaar, das Mitte des vorigen Jahrhunderts die Antarktis erkundet hatte. Nun befindet er sich als ständige Leihgabe in der Kongressbibliothek. Ein beinahe ebenso großer Globus wird im ersten Stock des James Madison Gebäudes der Kongressbibliothek zur Schau gestellt. Dies ist ein geophysikalischer und ozeanographischer Globus von 6 Fuß Durchmesser, welchen Rand MacNally der Kongressbibliothek anlässlich des 1992 in Washington, D.C., abgehaltenen 27. Internationalen Geographiekongresses schenkte. Zu einer in jüngster Zeit erfolgten Schenkung von Unterlagen und Karten durch Marie Tharp und Bruce Heezen, die diese ab 1950 bis in die 1970er Jahre im Zug ihrer umfassenden Kartierung des Meeresbodens zusammengetragen hatten, gehören auch fünf unpublizierte Globen; vier davon bestehen aus mehreren Lagen Gips, aufgetragen auf eine Metallkugel; beim fünften wurde Acryl auf die Oberfläche eines Basketballs aufgebracht. Diese Globen stellen die Zusammenfassung der Forschungsergebnisse von Tharp und Heezen über das Meeresboden-Relief dar. Zuletzt seien weitere Globen mit Spezialformat erwähnt: Dazu gehören u.a. "Rubik's World Puzzle" hergestellt 1982 von der Spielzeugfirma Ideal Toy Company, sowie drei Exemplare von R. Buckminster Fullers (1895-1983) "Dymaxion Globus" datiert 1992 bzw. 1993.

Während die meisten aus dem 20. Jahrhundert stammenden Globen der Sammlung Copyright Belegexemplare sind, war man seit 1980 sehr bemüht, zusätzlich durch Ankauf oder Schenkung ältere Stücke zu erwerben, vor allem historische Belege für die Globenproduktion der Vereinigten Staaten, sowie auch repräsentative Beispiele europäischer und asiatischer Globenherstellung des 16. bis 18. Jahrhunderts. Eine der umfangreichsten Erwerbungen durch Ankauf bzw. Schenkung erfolgte 1991. Diese umfasst 23, großteils aus dem 19. Jahrhundert stammende, Globen aus dem Nachlass von Howard E. Welsh. Ein weiterer umfangreicher Neuzugang war die Schenkung von 17 Ende 20. Jahrhunderts datierte Globen, welche Teil der Ausstellung "The Power of Maps" waren, die in der Internationalen Galerie des S. Dillon Ripley-Zentrums (Smithsonian Institution, in Washington, D.C.) von November 1993 bis Jänner 1994 stattfand. Finanzielle Mittel von Seiten der Philip Lee Phillips Society (Vereinigung der Förderer der Geographie- und Kartenabteilung), sowie des Madison Council (Vereinigung der Förderer der Kongressbibliothek) wurden eingesetzt, um eine Reihe bedeutender älterer Globen anzukaufen.

Die Geographie- und Kartenabteilung bemüht sich aktiv um die Erweiterung ihrer Globensammlung. Sie kann jedoch nicht umfassend sammeln, da die finaziellen Mittel für die Erwerbung auf alle Kategorien kartographischen Materials aufgeteilt werden müssen, d.h. auf Karten, Atlanten und Globen, und sowohl auf zeitgenössische als auch historische Objekte. Zwei wichtige Quellen für die Erwerbung zeitgenössischer US-Globen sind Belegexemplare gemäß den Copyright-Bestimmungen sowie Transfers von US-Behörden zur Kongressbibliothek. Die Geographie- und Kartenabteilung versucht, jedes Jahr einen oder zwei ältere Globen zu kaufen, speziell um Sammlungslücken bei den US-Globen des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts zu schließen. Mittel für retrospektiven Ankauf und Schenkungs Fonds sind für solche Erwerbungen vorhanden, doch sind auch Schenkungen von Globen, die der Sammlung noch fehlen, stets willkommen.

Fußnoten
1. Andrew Modelski, "Globes in the Library of Congress", in: The Portolan, Nr. 2 (Dezember 1984), S. 4-5.
2. Ena L. Yonge, A Catalogue of Early Globes Made Prior to 1850 and Conserved in the United States (New York: American Geographical Society, 1968); and Deborah Jean Warner, "The Geography of Heaven and Earth", in: Rittenhouse 2 (1987-1988): S. 14-32, 52-64, 88-104, 109-137.
3. [Andrew Modelski und Ralph Ehrenberg], "Globes", in: Library of Congress Acquisitions, Geography and Map Division, 1981 (Washington: Library of Congress, 1983), S. 30-33 and Arthur H. Robinson, "The President's Globe", In: Imago Mundi 49 (1997), S. 143-152.

Abbildungen (folgen noch) Abbildungen 2a und 2b:
Globenpaar von James Wilson, hergestellt ca. 1820, Durchmesser 3 Zoll. Wilson, der erste Globenmacher der USA, nahm ca. 1810 in Bradford, Vermont, seine Tätigkeit auf. Abbildung 4:
Beispiel eines Manuskriptglobus (Acryl auf Basketball) produziert von Marie Tharp und Bruce Heezen zur Darstellung der Ergebnisse ihrer Forschungen über die Oberfläche des Meeresbodens während der 1959er bis 1970er Jahre.


 

Was mich an Globenrestaurierung interessiert

Thomas McClintock

Als Papierrestaurator ist es meine ehrenvolle Aufgabe, eine große Vielfalt an Kunstwerken und historischen Objekten zu betreuen, wobei Globen stets mein besonderes Interesse galt. Mein Erstkontakt mit ihnen fand auf die übliche Weise statt - Betrachtung von Landkarten, noch bevor man wusste, dass man es mit "kartographischen Dokumenten" zu tun hatte; Bewunderung für ihre graphische Qualität und ihren Inhalt, der Vorstellungen von unbekannten Ländern und vergangenen Epochen im Betrachter evozierte. Mein erster Berufskontakt mit Globen geht auf das Jahr 1980 zurück, als ich die Österreichische Nationalbibliothek besuchte. Es gab damals neben der ÖNB wenige Institutionen, die über einen signifikanten Erfahrungsschatz bezüglich Globenrestaurierung verfügten. (Großes Ansehen in dieser Hinsicht genossen auch das National Maritime Museum in Greenwich, UK und die Bibliothèque Nationale in Paris.)

Aufhellung eines Flecks auf einer 36 Zoll Globus von Malby.
Ich hatte das Glück, mit dem Studium und ersten Restaurierungsarbeiten in der ausgezeichneten Kunstsammlung E. L. Stevensons (Hispanic Society, New York) beauftragt worden zu sein. Da ich dort wertvolle Globen unterschiedlicher Hersteller, Herkunftsländer und geschichtlicher Epochen vorfand, die alle Mängel bezüglich Erhaltungszustand und Aussehen aufwiesen, erhielt ich eine ausgezeichnete Einführung in die speziellen Anforderungen, die Globen stellen. Ich lernte, worin sich die Strategien und Methoden der Globenrestaurierung von anderen Arten der Papierrestaurierung unterschieden. Zum Glück konnte ich schrittweise mit einfacheren Verfahren Erfahrungen sammeln, bevor mir komplexere und schwierigere Aufgaben gestellt wurden. Gleich zu Beginn wurde mir klar, wie unerlässlich es ist, das eigene Wissen über Globen im allgemeinen und über das Erscheinungsbild gut erhaltener Globen zu erweitern: dafür bin ich der Internationalen Coronelli-Gesellschaft zutiefst dankbar. Ich bekam einen Einblick in die Schwierigkeiten, die mit den verschiedenen Materialien zusammenhängen, aus welchen ein Globus besteht (Papier, Tinte, Wasserfarben, Lack, Metall, Holz, Gips usw.); diese altern unterschiedlich, sollen aber nach der Restaurierung ein harmonisches Ganzes ergeben.

Neben meiner Beschäftigung mit Globen arbeite ich ebenso mit anderen Werken auf oder aus Papier: Zeichnungen und Drucke alter Meister, moderne Grafiken, historische Tapeten, japanische Wandschirme, Architekturpläne auf Transparentpapier sowie großformatige Werke aller Art.

Globen bilden aufgrund ihrer Dreidimensionalität, ihrer komplexen Materialzusammensetzung und Oberflächenqualität, sowie ihrer faszinierenden graphischen Umsetzung von Information eine willkommene Abwechslung gegenüber anderen Restaurierungsprojekten. Viele der bei anderen Objekten eingesetzten Materialien und Verfahren, sowie die dabei gewonnen praktischen Erfahrungen, flossen auch in die Auswahl des Restaurierungsverfahrens bei Globen ein.

Für die Restaurierung bedeutender Globen, oder solcher, die mehr als normale Pflege benötigen, ist Spezialisierung erforderlich, da eine solche Arbeit nicht selten 150 Stunden erfordert und man daher wissen muss, wie eine solche Aufgabe am rationellsten zu bewältigen ist.

Meine wichtigsten Erfahrungen bezüglich Globenrestaurierung betreffen einige bedeutende Globen institutioneller Sammlungen, in erster Linie natürlich die beiden Mercator-Globen der Harvard Map Library. Ebenso bedeutend waren die technisch schwierigsten Aufgaben: die erste Entfernung aller Globusstreifen eines Globus, die erste 36 Zoll Kugel, das erste Globenpaar bestehend aus Erd- und Himmelsglobus, die erste Neuanfertigung einer Globuskugel sowie die Zusammenarbeit mit Spezialisten für Möbel-, Gemälde- und Metallrestaurierung, zur Sicherstellung höchster Qualität.

Auf dem Gebiet der Restaurierung ist es vor allem die Praxis, die Freude bereitet.


Studio TKM Ltd., Conservation of Fine Art and Historic Works on Paper
1, Fitchburg Street C-219
Somerville, Massachusetts 02143
USA
Phone: (614) 666 9010

T. K. McClintock ist Absolvent des Boston College und besitzt ein Diplom des Cooperstown Graduate Program für die Restaurierung historischer und künstlerischer Werke. Er leitet eine Restaurierwerkstatt und bearbeitet hauptsächlich Werke aus Papier, einschließlich Bilder, historische Objekte, asiatische Gemälde und Drucke, dekorative Kunst, sowie kartographische Dokumente und Globen.


 

Rund um den Globus

Unser Mitglied Nicolangelo Scianna zeigt im Internet unter www.scianna.it (Restauro in diretta) die Fortschritte bei der Restaurierung eines 110 cm Himmelsglobus von Vincenzo Coronelli (Konkavausführung) in seiner Restaurierwerkstatt in Forli.

Das Museum für Kommunikation Nürnberg erhielt durch die Vermittlung von Dr. Wilhelm Seitz von der Niederlassung Brief der Dt. Post AG Landshut ein außergewöhnliches Objekt: einen "Telegrafieglobus".

Anlässlich der feierlichen Wiedereröffnung des Oberpostamtes Landshut im Jahre 1905, wurde Heinrich Ritter von Frauendorfer zum Dank für seinen Einsatz in dieser Sache die Ehrenbürgerwürde von Landshut verliehen und ihm dieser bemerkenswerte Erdglobus überreicht. (Frauendorfer war am 1. Januar 1904 als Staatsminister in das das neu gebildete königlich bayerische Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten, das sowohl Post- als auch Bahnangelegenheiten umfasste, berufen worden.)
Die Einzelanfertigung stammt vermutlich von einem Landshuter Gürtlermeister. Die Kugel im Durchmesser von 26 cm besteht aus Messing. Die Kontinente sind erhaben und die Weltmeere durch eine Versilberung farblich abgesetzt. Die Stadt Landshut ist durch einen roten Stein markiert. Der "Telegrafieglobus" ist mit einem Auflagering verbunden, auf dem die Inschrift "DIE DANKBARE HAUPTSTADT LANDSHUT IHREM EHRENBÜRGER EXCELLENZ RITTER VON FRAUENDORFER" eingraviert ist. Die Vorderseite trägt ein graviertes Medaillon, welches das Oberpostamt von Landshut zeigt. Auf der Rückseite wird auf gleiche Weise die Stadt Landshut dargestellt. Telegrafendrähte umspannen von zwei Seiten den Globus. Sie münden auf Vorder- und Rückseite in je einen Telegrafenmasten. Mit dieser Darstellung wird das Thema Telegrafie hervorgehoben, das gerade zu dieser Zeit von großer Bedeutung war.

Der Globus wird von vier empireartigen, in Löwentatzen endenden Füßen getragen, die auf einem gedrechselten Holzsockel stehen. In seiner Mitte befindet sich eine Kapsel mit folgender Inschrift: "Zur Erinnerung an die Wiedereröffnung des K. OBERPOSTAMTES LANDSHUT - 1. OCTOBER 1905". Im Inneren der Kapsel befindet sich die "Ehrenbürgerurkunde" für den Staatsminister. Handschriftlich sind der Bürgermeister und königliche Hofrat Otto Marschall und Graf von Spreti, Erster Vorstand des Gemeindekollegiums, verewigt.

Bei Recherchen zur Geschichte der Sammlungen des Museums stellte sich zur großen Überraschung heraus, dass bereits 1934 der Sohn des Verkehrsministers Frauendorfer den Globus der Postabteilung des Verkehrsmuseums Nürnberg gestiftet hatte. Vermutlich durch Kriegswirren und die folgende jahrelange Schließung des Museums gingen Unterlagen und Erinnerungen an den Globus verloren, der wohl schon vor Jahrzehnten als Leihgabe nach Landshut zurückgekehrt war.

Yolanda Ieseanu, Nürnberg

 

Während der 20. Internationalen Konferenz zur Geschichte der Kartographie, die vom 15. bis zum 20. Juni 2003 in Boston (Massachusetts) und in Portland (Maine) stattfand, präsentierte David Jaffee einen auch Globen behandelnden Vortrag unter dem Titel: "James Wilson and the Village Enlightenment: Cartography and Culture in the Rural United States, 1790-1840" (vgl. auch unsere Rubrik "Neue Veröffentlichungen über Globen"). Die Harvard Map Colection zeigte anläßlich der Konferenz eine Ausstellung mit kartographischen Zimelien unter dem Titel "Cartographic Treasures at Harvard". Dort konnten unter anderem Globen (James Wilson,John Cary) und Globusstreifen (Willem Janszoon Blaeu, François de Mongenet und die sogenannten Ingolstädter Globenstreifen besichtigt werden. In Portland, dem zweiten Konferenzort, organisierte die Osher Map Library und das Southworth Planetarium die Ausstellung "Heavens on Earth", in der ein Kapitel dem Himmelsglobus gewidmet war.

Jan Mokre, Wien

 

Unter dem Titel PRENEZ VOTRE ... TEMPS! / HUEL DER ... ZÄIT! / NIMM DIR ... ZEIT! findet im Musée national d'histoire naturelle in Luxembourg (Stadt), 25, rue Münster, bis zum 18. Juli 2004 eine Ausstellung statt. Hier wird das Phänomen Zeit in seiner Auswirkung auf die verschiedensten Bereiche, wie z.B. die Geologie, die Paläontologie, Flora und Fauna, auf den Menschen, aber auch auf die Entwicklung der Kalenderwissenschaft, der Zeitmessung, der Zeiteinteilung etc., vom Altertum bis in die Neuzeit, geschildert. Objekte aus mehreren Ländern werden gezeigt, darunter auch solche aus Wien: Sonnenuhren, Immerwährende Kalender, einige Globen. Die einzelnen Themenkreise werden, wo es möglich ist, mit guten Objekten didaktisch hervorragend dokumentiert.

Rudolf Schmidt, Wien

 

Im Jahre 1962 veröffentlichte Alois Fauser erstmals eine Liste alter Globen in Bayern; ein ausführlicher Katalog, der im Rahmen der Gesamterfassung alter Globen in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts steht, folgte 1964. Hier wird unter der laufenden Nummer 81 ein schadhafter Himmelsglobus aus dem Jahr 1696, Durchmesser 48 cm, von Vincenzo Coronelli im Besitz des Priesterseminars Regensburg aufgeführt.

Im Rahmen der Inventarisierung der Kunstgegenstände im Priesterseminar St. Wolfgang, die ich 2002/2003 im Auftrag des Bistums Regensburg durchführte, stieß ich auf dieses Einzelstück, wie verzeichnet, ohne Armierung und ohne Gestell. Das Wissen, daß während der Jahrhunderte der Frühen Neuzeit Globen als Himmels- und als Erdgloben paarig verstanden wurden, und veranlaßt durch Literaturrecherche zur Bedeutung dieses Globenmachers führte mich auf den Dachboden von St. Jakob, der Kirche der ehemaligen Schottenabtei, in dessen Räumlichkeiten sich das bischöfliche Priesterseminar seit 1872 befindet.

Vincenzo Coronelli: Erdglobus Ø 48 cm, 1696. Foto: Rudolf Rappenegger.

Dorthin war wohl bei Übergang des Klosters an das Priesterseminar der Erdglobus verbracht worden; auch er ohne Armierung und ohne Gestell. Durch die nicht restlos witterungsgeschützte Lagerung und durch das Liegen auf dem eigenen Gewicht, befindet sich der Globus in einem schlechten Erhaltungszustand. Europa - auf dieser Stelle hatte der Globus gelegen - ist eingedrückt und war kaum zu erkennen. Beide Globen wurden gereinigt, die Aussenhaut gefestigt. Sie wurden erstmals im Rahmen der Ausstellung "Die gelehrten Mönche" von Mai bis September 2003 im Diözesanmuseum Regensburg gezeigt.

Das Regensburger Schottenkloster galt in der Zeit um 1700 als führende Einrichtung naturwissenschaftlicher Forschung; dort entstanden früheste regelmäßige meteorologische Aufzeichnungen. Die Bibliothek, zu deren Ausstattung, wie allgemein in den Bibliotheken der Frühen Neuzeit, auch Globen gehörten, war bekannt. Ihr Buchbestand ist zu großen Teilen erhalten, die übrige Ausstattung weitestgehend verloren. Mit der Wiederentdeckung des paarigen Erdglobus konnte ich die Globenlandschaft um ein bedeutendes Stück vervollständigen sowie einen wesentlichen Fund zur Ausstattung der ehemaligen Schottenbibliothek machen.

Rosa Micus, Regensburg

 

Wie unser Mitglied Herr Prof. Dr. Armin Hüttermann mitteilte, besitzt die Pädagogische Hochschule in Ludwigsburg, Deutschland, einen "Plattentektonik-Globus", der mit Hilfe eines mechanischen Getriebes die verschiedenen Stadien der plattentektonischen Verschiebungen der Kontinente darstellen kann. 230 Mio Jahre Erdgeschichte lassen sich auf diese Weise nachvollziehen. Konstruiert und angefertigt wurde das präzis arbeitende Modell im Jahr 2000 von Herrn Karl Schuster, einem pensionierten Dreher und leidenschaftlichen Hobbybastler aus Diedorf.

red

 

Im Bereich der antiken Ausgrabungsstätte Solunt, nahe Palermo, wurde 1999 unter der Ägide der Soprintendenza per i beni culturali ed ambientali, sezione archeologica, Palermo von der Restauratorin Bettina Elten ein Mosaik mit einer interessantem frühen Darstellung einer Armillarsphäre (2.-1. Jahrhundert v. Chr.) restauriert.

Diese zeigt meiner Ansicht nach die älteste Darstellung einer eindeutig als solche zu identifizierenden Erdkugel im Inneren. Alle sonstigen, auf alten Münzen, Medaillen, Gemmen oder Wandmalereien zu sehenden Kugeln, seien sie Urania, Viktoria oder Jupiter zuzuordnen, könnten auch Himmelskugeln sein. Im Zentrum einer Armillarsphäre aber ist die dargestellte Kugel eine Erdkugel.

Über die Ausgrabung in Solunt hat Dela von Boeselager unter dem Titel "Antike Mosaiken in Sizilien. Hellenismus und römische Kaiserzeit 3. Jahrhundert v. Chr. - 3. Jahrhundert n. Chr." (Verlag Giorgio Bretschneider, Roma, 1983) berichtet. Die Armillarsphäre ist, wie die Autorin schreibt, wohl vor dem als ältest klassifizierten Beleg über eine Armillarsphäre (mit Ringen für Ekliptik, Äquator, Wende- und Polarkreise sowie Kolure) bei Gemminos entstanden. Aratus (1. Hälfte 3. Jahrhundert) hat die Armillarsphäre nur mit drei Parallelkreisen (Äquator und Wendekreise) überliefert, die Armillarsphäre von Solunt hat aber deren fünf, unter Beifügung der Polarkreise. Frau von Boeselager erwähnt auch den äußersten Halterungsring (Meridianring), der es ermöglicht, das Instrument auf den Himmelspol auszurichten (Polhöhe), wenn mit ihm astronomische Aufgaben gelöst werden sollen (z.B. Tageslänge für jeden Kalendertag am Ort der Messung, Richtung von Sonnenaufgang und -untergang, größte Höhe der Sonne zu Mittag). Frau von Boeselager hat auch richtig festgehalten, dass die Achse der Armillarsphäre auf dem Mosaikbild nach Norden gerichtet ist und dass sie in Schrägansicht dargestellt ist - im Gegensatz zu den frühen Darstellungen von Armillarsphären im Spätmittelalter und zu Beginn der Neuzeit, wo man die perspektivische Darstellung nicht kannte.

Rudolf Schmidt, Wien

 

In Vichten, nahe der Stadt Luxembourg, wurden in den Jahren 1990-1994 die Reste eines römischen Landhauses anlässlich der Erweiterung eines Bauernhofes aufgefunden und von Archäologen freigelegt. Sehr gut erhaltene Wandmalereien kamen zum Vorschein, ganz besonders interessiert aber ein Mosaik des Fußbodens eines Empfangsaales, dessen Fläche 61,3 m2 bedeckte. Das Mosaik wurde in mehrjähriger Arbeit an den wenigen beschädigten Stellen restauriert und ist nun im hervorragend neugestalteten Musée national d'Histoire et d'Art in Luxembourg zu sehen.

In einem Mittelfeld zeigt das Mosaik - jeweils durch Beschriftung verdeutlicht - die Muse Calliope mit dem Dichter Homer, sternförmig angeordnet sind die anderen acht Musen dargestellt, darunter auch Urania. Urania sitzt auf einem Block, hält in ihrer Rechten einen Zeigestab und weist auf eine Armillarsphäre, gekennzeichnet durch mehrere, allerdings ineinander verflochtene Hauptkreise, wobei im Zentrum der Armillarsphäre ein Schatten möglicherweise eine Erdkugel andeutet. Ganz besonders hervorzuheben ist, dass diese Armillarsphäre in einem vierfüßigen Gestell ruht, wie es für Erd- und Himmelsgloben sowie Armillarsphären ab dem 16. Jahrhundert üblich war. In diesem Fall tragen offenbar gegossene Metallsäulchen einen Horizontring. Die Bewegung, die Urania mit ihrem Zeigestab in Richtung des Globus ausführt, ähnelt der auf der Münze des Pomponius Musa - das Motiv hatte also offenbar auch etwa 240 n. Chr. nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Die Qualität des Mosaiks ist ausgezeichnet, vergleichbare Arbeiten aus dem Raum Trier-Aachen-Köln lassen auf eine rege künstlerische Betätigung schließen. Das Mosaik von Vichten muss als besonders gutes Beispiel für die Kunst der damaligen Zeit gewertet werden. Einmal mehr zeigt sich hier die Wichtigkeit der Armillarsphäre, die schon durch das Mosaik in Solunt/Palermo dokumentiert ist.

Rudolf Schmidt, Wien

 

Christine Kayser, Kuratorin des Musée promenade in Marly, berichtete auf dem 10. Internationalen Symposium für Globenkunde in Nürnberg 2002, dass die berühmten Globen des Sonnenkönigs im Musée promenade im Park von Marly wieder aufgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Nach einer baulichen Erweiterung wird das Museum ein breites Publikum mit der Geschichte sowie der sozialen und politischen Funktionen des Parks von Versailles bekannt machen. Neben Plänen der ursprünglichen Gestaltung der Parkanlagen und Rekonstruktionen der historischen Gebäude werden insbesondere auch die technischen Einrichtungen, die das Funktionieren der zahlreichen imposanten Wasserspiele und Fontänen im Park ermöglichten, präsentiert.

Ein eigener Bereich wird den Monumentalgloben gewidmet sein, die Vincenzo Coronelli 1680-1683 im Auftrag von Kardinal d'Estrée für Ludwig XIV. anfertigte. Die einzigartigen Manuskriptgloben im Durchmesser von 3,85 m wurden jedoch vom Sonnenkönig zunächst nicht entsprechend geschätzt. Erst zwanzig Jahre nach ihrer Entstehung versah man den Erd- und den Himmelsglobus mit Gestellen und stellte sie zwischen 1704 und 1715 im Schloss von Marly auf. Danach beherbergte sie der Louvre, 1722 bis 1784 die Bibliotheque royale, später die Bibliotheque nationale. Seit 1915 lagerten sie jedoch in Holzkisten in der Orangerie des Schlosses von Versailles und wurden seitdem nur einmal, 1980, im Rahmen der Ausstellung "Cartes et figures de la terre" anlässlich der Eröffnung des Centre Pompidou, öffentlich präsentiert.

Immer wieder gab es Bestrebungen, die "Globen von Marly" der Öffentlichkeit permanent zugänglich zu machen; so veröffentlichte z.B. Bernard Champigneulle in Der Globusfreund 17/1968 einen entsprechenden Aufruf. Im Musée Promenade (http://www.mairie-louveciennes.fr/v_musee.htm) wird sich nun dieser von Globenfreunden lang gehegte Wunsch erfüllen. Christine Kayser, die für die Gestaltung des Globenbereiches verantwortlich ist, wird nicht nur die Globen präsentieren und das wissenschaftliche Umfeld zur Zeit ihrer Entstehung darstellen; den Besuchern werden auch Details ihrer Konstruktion, Herstellung und Gestaltung, die Quellen der auf den Globen wiedergegebenen geografischen und astronomischen Informationen und der auf ihnen angebrachten Inschriften sowie Aspekte ihrer Ikonographie, vermittelt werden.

red

Das Globenmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek ist weltweit das einzige Museum, in dem Erd- und Himmelsgloben, Mond- und Planetengloben, sowie den Globen verwandte Instrumente, wie Armillarsphären, Planetarien und Tellurien, erworben, erforscht und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Das Museum mit seinen fast 400 Objekten und zahlreichen wertvollen Leihgaben wird im kommenden Jahr in ein rekonstruiertes Barockpalais in der Wiener Innenstadt umziehen. Durch die Lage an einer U-Bahn-Station und nahe einer Bushaltestelle sowie durch deutlich erweiterte Öffnungszeiten wird das neue Globenmuseum für Besucher wesentlich einfacher zugänglich sein.

Im neuen Globenmuseum erfolgt eine Trennung des Bestandes in eine objektorientierte Studiensammlung (mit Benützerraum für Forscher und Interessierte) sowie in einen konzeptorientierten Ausstellungsbereich, der inhaltlich neu konzipiert und durch die Verwendung moderner und digitaler Präsentationstechniken aufgewertet wird. Für (Schüler-)Gruppen wird ein Präsentationsraum eingerichtet werden.

Jan Mokre, Wien

 

Der Gottorfer Globus war im 17. und 18. Jahrhundert weltberühmt. In einem Lusthaus inmitten des prächtigen Gartens von Schloss Gottorf aufgestellt, glänzte er als Wunderwerk zeitgenössischer Handwerkskunst und galt als Beleg wissenschaftlichen Interesses. Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659) ließ den mit 3,10 Metern Durchmesser riesigen, im seinem Inneren begehbaren Globus ab 1650 durch den Hofgelehrten Adam Olearius planen und erbauen. Neben seiner Größe war der Globus besonders wegen der ungewöhnlichen Kombination von Erd- und Himmelsdarstellung berühmt: Auf der Außenseite der Kugel sah man die Erde, während die Innenseite den gestirnten Himmel zeigte. Es muss im 17. Jahrhundert ein besonders einprägsames Erlebnis gewesen sein, durch die enge Luke in den Globus zu steigen, dann um einen runden Tisch mit Weltzeituhr Platz zu nehmen, um von dieser Bank aus den Sternenhimmel mit seinen figürlich ausgestalteten Sternenbildern an sich vorbeiziehen zu lassen.

Der Gottorfer Globus wurde bereits 1713 - nach einer für das Herzogtum verheerenden militärischen Niederlage - Zar Peter dem Großen geschenkt. Dieser ließ ihn nach St. Petersburg bringen, wo er sich heute noch befindet. Durch einen Brand im 18. Jahrhundert seiner originalen Bemalung beraubt, hat das Wunderwerk jedoch an Authentizität verloren.

Die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf (www.schloss-gottdorf.de) lässt gegenwärtig die im 18. Jahrhundert erloschene barocke Gartenpracht mit Globushaus und Globus wiedererstehen. In konstruktiver Hinsicht folgt der Gottorfer Globus weitgehend der historischen Konzeption und versucht auch dem ursprünglichen Erscheinungsbild möglichst nah zu kommen. Besondere Bedeutung erlangt dabei die Erd- und Himmelsdarstellung. Wie unter Friedrich III. werden gestochene und kolorierte Karten malerisch umgesetzt. Vorbild sind zwei 68 cm Globen von Willem Janszoon Blaeu aus dem Bestand des Globenmuseums der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

Während der Wiener Erdglobus bereits vor Jahren abfotografiert und verebnet wurde, somit verlässliche Fotos vorhanden sind, die - nach einer digitalen Reinigung durch das Interdisziplinäre Zentrum für wissenschaftliches Rechnen der Universität Heidelberg - dem Maler als Vorlagen dienen, ist das Procedere für den Himmelsglobus komplizierter: Zunächst wird der Sternenhimmel nach Keplers Rudolfinischen Tafeln eingemessen. Hierdurch erhält der Maler unverrückbare Fixpunkte für die nach Fotos vom Wiener Himmelsglobus auf die konkave Fläche zu übertragenden figürlichen Sternenbilder.

Work in Progress

Ziel ist, ein weitgehend authentisches Abbild des historischen Globusses zu schaffen, wobei immer deutlich sein wird, dass es sich bei dem neuen, im Jahr 2004 vollendeten Gottorfer Globus um einen Rekonstruktionsversuch handelt, da nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, dass die Blaeu'schen Globen bzw. Karten auch unter Friedrich III. als Vorlage dienten, wenn sich diese auch in der herzoglichen Hofbibliothek befanden. Finanziert wird das Projekt von der Hermann Reemtsma Stiftung, Hamburg.

Ulrich Schneider, Gottdorf

Unser Mitglied, Tor E. Rössaak verweist in diesem Zusammenhang auf das bereits 1997 erschienene, aber bisher in der Globenkunde nicht entsprechend gewürdigte Werk: Felix Lühning: Der Gottdorper Globus und das Globushaus im 'Newen Werck'. Dokumentation und Rekonstruktion eines frühbarocken Welttheaters (= Gottorf im Glanz des Barock, Kunst und Kultur am Schleswiger Hof 1544-1713, Band IV, Schleswig 1997)


 

Neue Veröffentlichungen über Globen

Elly Dekker: Precession Globes. In: Musa Musaei. Studies on Scientific Instruments and Collections in Honour of Mara Miniati. Hrsg. Marco Beretta, Paolo Galluzzi, Carlo Triarico (Firenze 2003), S. 219-235.

Elly Dekker, Marco van Egmond: Het 'ongewone' globenpaar van Cornelis Covens: uit de hand gelopen hobby of bannbrekende innovatie? In: Caert-Thresoor 33/2003, S. 1-13.

Wolfram Dolz: Präsentation eines Marsglobus im Mathematisch-Physikalischen Salon. In: Dresdner Kunstblätter. Zweimonatsschrift der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Heft 05/2003, S. 286f.

Ulrich Freitag: Ein neuer Globus der wirklichen Erdoberfläche. In: Kartographische Nachrichten 53/2003, S. 173f.

David Jaffee: James Wilson and the Early American Globe Makers. In: The Portolan. The Journal of the Washington Map Society, 56/2003, S. 24-33.

T. K. McClintock: Observations on the Conservation of Globes. In: Works of Art on Paper: Books, Documents and Photographs. Techniques and Conservation (= Contributions to the Baltimore Congress 2-6 September 2002, hrsg. von Vincent Daniels, Alan Donnithorne and Perry Smith, London 2002), S. 135-138.

Arnold Oberschelp: Ein astronomischer Erdglobus. In: Sterne und Weltraum 41/2002, S. 79-81.

Nicolangelo Scianna: Il restauro dei globi di J. W. Blaeu dei musei civici di Trieste. In: Atti dei Civici Musei di Storia e Arte di Trieste 18/2002, S. 255-258.

Peter van der Krogt: Three generations of Van Langerens: globe makers, engravers and a cosmographer. In: IMCOS; Journal of the International Map Collectors Society, No. 91, Winter 2002, S. 25-39.


 

In Memoriam

Arthur David Baynes-Cope verstarb am 27. Dezember 2002 nach langer, schwerer Krankheit. Er war einer der prominentesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Papier- und Buchrestaurierung. Seit 1960 als "conservation officer" am British Museum beschäftigte sich der diplomierte Chemiker zunächst mit der Bestimmung von Relikten tierischer oder pflanzlicher Herkunft, später spezialisierte er sich auf Papier, Druck und Buchbindung.

So nimmt es nicht wunder, dass Arthur D. Baynes-Cope sich auch mit der Erhaltung und Restaurierung von alten Globen beschäftigte. Seine Schrift "The Study and Conservation of Globes" ist ein richtungweisendes Werk und wurde als Frucht der guten Zusammenarbeit mit der Internationalen Coronelli-Gesellschaft in der Publikation "Der Globusfreund" Nr. 33/34 (1985) abgedruckt und auch als Sonderdruck herausgegeben.

International bekannt wurde Arthur D. Baynes-Cope u.a. auch in dem Streit über die "Vinland-Karte", deren Authentizität er vehement bestritt. (Der Nachweis der Fälschung wurde später durch amerikanische Fachleute aus der für die Zeichnung verwendeten modernen Tinte erbracht.) Auch für die Erhaltung und sachgerechte Ausstellung der hochbedeutenden "Hereford-Weltkarte" hat der international geschätzte Fachmann entscheidendes beigetragen.

Jeder konnte Arthur D. Baynes-Cope um Rat fragen, er war freundlich und hilfsbereit. Die Fachwelt, seine Freunde und alle, die ihn auch nur flüchtig kennengelernt haben, werden Arthur D. Baynes-Cope nicht vergessen.

Rudolf Schmidt

 

Am 21. September 2003, wenige Monate nach Vollendung seines 61. Lebensjahres, verstarb unser Mitglied Prof. Dr. Wolfgang Scharfe, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Kartographie, der bei 50-Jahr-Feier der Internationalen Coronelli-Gesellschaft im Juni 2002 eine der beiden Festreden gehalten hatte (NEWS 2002, S. 9-19), ganz plötzlich in Berlin.

Wolfgang Scharfe wurde am 13. Juni 1942 in Berlin geboren, studierte Geographie und Mathematik an der Freien Universität Berlin, an der er dann von 1980 bis zu seinem Tod die Stelle eines Professors für Kartographie innehatte. Seit seiner Dissertation mit der Kartographiegeschichte eng verbunden, leitete er dreißig Jahre lang (1972-2002) sehr erfolgreich den Arbeitskreis "Geschichte der Kartographie" der Deutschen Gesellschaft für Kartographie und begründete in dessen Rahmen das seit 1982 im Zweijahresrhythmus stattfindende "Kartographiehistorische Colloquium", mit dem die deutschsprachige Kartographiegeschichte ein heute nicht mehr wegzudenkendes Forum erhielt. Als Initiator der Institutionalisierung kartographiehistorischer Forschung im deutschen Sprachraum befruchtete er auch die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Globus und seiner Geschichte nicht unwesentlich.

Johannes Dörflinger

Prof. Mag. Karl Grössbauer, Graz


 

Globes at Auctions — Auktionsergebnisse

Heide Wohlschläger

From catalogues of Christie's and Sotheby's we draw the following results (left estimates and right hammer price with buyer premium, in English Pounds - US Dollar denoted by $).

CHRISTIE'S South Kensington 11 April 2002

511 - A 2 ¾ -inch diameter terrestrial globe, signed 'A NEW Terrestrial GLOBE by J. Newton 1800' with a (later) unengraved brass meridian half-circle raised on a baluster-turned palisander wood column and concave triangular base with three bun feet - 5 ½ in. (14 cm) high
5,000 - 8,000 — -------

SOTHEBY'S Olympia London 30 May 2002

60 - A 4-inch (10 cm) terrestrial globe by J. C. B. Nuremberg, ca. 1800, signed 'Die Erde wie sie jetzt bekannt J.C.B.', wooden sphere with two halves for the southern and northern hemisphere, contained in rust coloured cylindrical card case
2,500-3,500 — 2,350
61 - A 4-inch (10 cm) celestial globe by Johann Bern. BAUER, Nuremberg, late 18th century, signed 'Globus Coelestis ex tabulis celebrum Astronomi Bode Delineatus a Johan Bern Bauer' contained within a similar case to the previous lot
2,000 - 2500 — 2,115
62 - A tellurian orrery by W. ROBINSON, English, early 19th century, signed on the brass tellurian arm 'W. Robinson', mounted onto a 9-inch circular mahogany base overlaid with hand coloured paper with zodiacal calendar and calendar scale etc. - diameter 9 ½ in. (24 cm)
2,500-3,000 — 3,055
63 - A pair of 6-inch globes by HARRIS, English, ca. 1820, the terrestrial globe signed 'Harris's new improved terrestrial globe illustrating the latest discoveries by W. Harris Globe Maker to the King …' with meridian and horizon ring raised on a mahogany tripod stand with baluster legs and stretcher. The celestial globe similarly mounted - height 8 ¾ in. (22 cm), crack to centre of celestial sphere
3,000 - 5,000 — 7,050
64 - An 8-inch celestial globe by Antonio VALLARDI, Italian, late 19th century, signed 'GLOBE CELESTE del diametro di Cm 20 disegnato dal Prof E. Sergent Milano. Antonio Vallardi. Editore', stand missing
400 - 600 — 682
67 - A pair of 18-inch library globes by Dudley ADAMS, English, late 18th century, the terrestrial globe signed 'Made by D. Adams Globe Maker to the King Inst. Maker to his Majesty's *** & optician to H.R.H the Prince of Wales 1787', the celestial globe signed 'Made by D. Adams Globe manufacturer and mathematical instrument maker, Fleet Street London', each globe with brass meridian ring on a mahogany stand with three tapered tripod legs with cross stretchers - height 44 in. (112 cm)
10,000 - 15,000 — 11,162
68 - A pair of 12-inch terrestrial and celestial globes by Gerard and Leonard VALK, Dutch, ca. 1750, the terrestrial signed '… Ger. et Leon Valk Calcograph Amstelaedam Ravis Ao 1750 cum Privilegio', the celestial globe 'Uranographia Caelum omne hic Complectens, Illa pro ut aucta et ad annum 1750. Completum MAGNO ab HEVELIO correcta es; ita, ejus ex Protoypis, sua noviter haec Ectypa reris Astronomiae cultoribus exhibet et consecrant GER. Et LEON VALK Amstelaedamenses Cu Privilegio'. Both globes are supported on an oak stand consisting of four tapered ebonised pillars with central ebonised column with slot for supporting meridian rings. Both with oak horizon ring with coloured paper zodiacal ring, height 19-in. (48 cm)
50,000 - 60,000 — 58,750
69 - A pair of 9-inch terrestrial and celestial globes by Gerard and Leonard Valk, Dutch, ca. 1750 with the same inscriptions as lot 68, with the exception in the name on the celestial globe 'GER et LEON VALCK - stands as lot 68
35,000 - 45,000 — 41,125
70 - A pair of 6-inch terrestrial and celestial globes by Gerard and Leonard Valk, Dutch, ca. 1750 with the same inscriptions and stands as lot 68
25,000 - 30,000 — 30,550
71 - A gilt brass Italian armillary sphere, 17th century and later carried by a bronze figure of a nude atlas on a three-marble plinth (later?). In the centre of the armillary sphere a later (and irrelevant) celestial globe (Ø 13,8 cm) by 'Ger. et Leonh. Valk Amstelaedamensis' - diameter of sphere including meridian ring 34,7 cm, height overall 91 cm
100,000 - 150,000 — -----
72 - A brass armillary sphere by Johannes WAGNER, German, 1540 with later repairs and replacements, signed on the edge of the horizon ring ' Sphaera materialis per I.O.H. Wagner Norimbergae M. D. XL' mounted on a later turned baluster single column stand, diameter of the sphere 16,2 cm, overall height 33, 7 cm
25,000 - 35,000 — -----

CHRISTIE'S South Kensington 2 July 2002

148 - A mid 16th-century 3 3/8-inch diameter brass celestial globe, supported on a patinated bronze figure of Atlas - height 6 ¾ in. (17,1 cm)
8,000 - 10,000 — -----
150 - A 2 ¾-inch (7 cm) diameter terrestrial pocket globe, c. 1785, signed 'A Correct GLOBE with the new Discoveries' contained in an original spherical wooden fishskin-covered case, the interior laid with convex celestial globe gores, signed 'A Correct Globe with y. New Constellations of Dr. Halley & Co.'
3,500 - 4,500 — 5,875
155 - A 1 ¾-inch diameter miniature terrestrial globe, signed 'MPS' in an original blue paper-covered card box, the lid with gilt paper and the title 'Die Erde und ihre Bewohner', a paper strip pasted the inside base of the box showing thirty-two of the Earth's inhabitants
1,500 - 2,000 — 1410
158 - A 2 ¾ -inch (7 cm) diameter terrestrial globe by John Newton. The globe was auctioned as lot 511 on 11 April 2002
4,000 - 5,000 — -----
161 - A 2 ¾ inch (7 cm) diameter terrestrial pocket globe, signed 'A New & Correct GLOBE of the Earth By I. Senex F.R.S.', c. 1735, contained in the original spherical fishskin-covered wooden case, the interior lined with celestial gores
5,000 - 8,000 — 7050
162 - A 2 ¾ inch (7 cm) diameter celestial globe, English, mid 19th century, signed 'TISLEY GOUGH SQUARE LONDON' with two iron axis pine, in a turned mahogany case with domed lid with flat knob
1,500 - 2,000 — -----
168 - A mid 19th century collapsible paper globe, comprising six flat hand-coloured engraved gores by Augustin LEGRAND, Paris, contained in a wax card envelope with the title 'GLOBE ARTIFICIEL ET MÈCANIQUE A L'USAGE du Petit Geographe Par Augustin Legrand Paris'
1,000 - 1,200 — -----
171 - E. L. STEVENSON, Terrestrial And Celestial Globes Their History And Construction Including A Consideration Of Their Value As Aids In The Study Of Geography And Astronomy, New Haven; The Hispanic Society of America, 1921, 2 volumes, 8°, first edition
300 - 400 — -----
178 - A pair of 10-inch (25.4 cm) diameter table globes, the terrestrial signed 'JORDGLOB Utgifven af C. AKRELL, 1864. Tillverkas af L. C. Hasselgren Stockholm', the celestial ‚HIMMELSGLOB L. C. Hasselgren'; both spheres mounted with unengraved meridian half-circle, raised on a baluster turned and ebonised fruitwood column and plinth base
3,500 - 4,500 — 3,525
179 - A 24-inch (61 cm) diameter (?) [ONLY 1 ½ foot - ca. 46-48 cm - globes by Coronelli are known] celestial globe by Vincenzo CORONELLI on a polychrome wooden 19th-century stand - 41 in. (104,2 cm) high
15,000 - 20,000 — -----
180 - A 18-inch (45,7 cm) diameter celestial globe by Matthaeus GREUTER, Rome 1636, with later wooden meridian with manuscript paper circle, the mahogany stand with copied paper horizon raised on four baluster turned legs united by cross stretchers with a turned meridian support - 28 in. (71.1 cm) high
50,000 - 80,000 — -----
184 - A 6-inch (15,2 cm) diameter celestial globe, signed 'Ce Globe du Ciel a été desiné selon l'Observation presente de l'Astronomie de Paris de trios cens étoiles de Jean Pigeon Mathe dedié à […] le Duc d'Orleans' with a later brass hour- and meridian ring, the horizon ring raised on four baluster turned mahogany legs [later?], united by oak cross-stretchers to central turned meridian support - 8 ½ in. (21.5 cm) high
4,000 - 5,000 — -----
185 - A 15-inch (38,1 cm) diameter terrestrial relief globe, signed 'GLOBE TERRESTRE en relief de E. Schotte & Cie de Berlin'; the painted sphere laid with plaster relief and applied with labels for place names, with a stamped brass meridian half circle raised on an ebonised and baluster turned wooden column and circular plinth base - 29 1/2in. (75 cm) high
4,000 - 6,000 — 3,760

SOTHEBY'S Olympia 30 October 2002

119 - A 1 ½ -inch terrestrial globe with box and coloured prints of inhabitants, German first quarter 19th century, unsigned, original pale blue card box with cartouche to the lid reading 'THE EARTH and its Inhabitants' 5 x 5,7 cm
1,000 - 1,500 — 1292
120 - A 2 ¾ -inch (7,5 cm) terrestrial pocket globe, first quarter 19th century, retailers cartouche WEST LONDON has been laid over the maker's cartouche, containing in a fishskin covered wooden case with a celestial convex map applied to the inside
2,000 - 2,500 — 3,760
121 - A 3-inch terrestrial globe, American, ca. 1840, the wooden sphere opening out to reveal a world map with cartouche reading 'HOLBROOK Mfg Co'
1,000 - 1,200 — 1292
122 - A 2 ¾ -inch pocket globe, English, signed 'A New GLOBE of the Earth by R. Cushee 1731' contained within a fishskin case with hand-coloured concave celestial gores applied to the interior - 7 cm diam.
3,000 - 5,000 — 6,462
A 21/2 -inch terrestrial globe, German, by Peter BAUER, with cartouche reading 'Neuste Darstellung der ERDE von P.B.' - 6,4 cm diam.
1,000 - 1,500 — -----
124 - A 4-inch terrestrial globe with cartouche reading 'Globe Terrestre A. N. LEBÈGUE & Co, EDITEURS Rd.j. Madeleine No. 46 BRUXELLES', the sphere fitted onto a decorative gilt brass stand with tripod base, contained within original maker's wooden case, height of case 20 cm
800 - 1,200 — 1058
125 - A Ptolemaic armillary sphere, early 19th century, signed on the cartouche of the central globe 'Delamarche, No 12 Rue la Jardinet Paris', the pasteboard and wooden armillary sphere with engraved paper is mounting on a turned ebonised stand, height 45 cm
3,000 - 5,000 — 3,290
126 - A heliocentric armillary sphere, French, unsigned, early 19th century, the pasteboard and wooden armillary sphere with engraved paper is mounting on a turned ebonised stand - height 47 cm
3,000 - 5,000 — -----
129 - A 12-inch celestial globe, Italian, signed 'GLOBO CELESTE …. ROMA Presso la Cali.o Cam.le 1792 Inciso dal P. Gio. M.a Cassini C.R.S.', the sphere is mounting on a later plastic stand - height 48,5 cm
3,000 - 4,000 — -----
130 - A 12-inch terrestrial globe, Italian, signed 'GLOBO TERRESTRE NUOVEAMENTE DELINEATO RETTIFICATO ED ACCRESCUITO GIUSTA LE PIU RECENTI SCOPERTE ROMA 1845', on a later plastic stand, height 48 cm
2,500 - 3,500 — 2,938
131 - A 18-inch terrestrial globe, American, late 19th century, signed 'Andrews 18 inch terrestrial globe Chicago Andrews & Co', with brass meridian supported by a walnut stand carved with decorative foliate pattern comprising three arch supports themselves supported by three columns each with carved Corinthian capital, joined by carved and moulded stretcher with compass - height 112,5 cm
5,000 - 8,000 — -----
132 - A brass planetarium with tellurian and lunarium attachments, English, ca. 1810, signed on the brass drum 'Thos Harris & Son, Opposite the British Museum London', with a 2 ½ inch terrestrial globe by J. Newton of 1800, height 50 cm
30,000 - 50,000 — -----

CHRISTIE'S London - 5 November 2002

1 - A 13 3/8-inch (34 cm) diameter celestial globe by Willem Janszoon BLAEU, 1603/after 1621, signed with 'Guilielmus Ianssonius Blaeu', with brass meridian ring, the horizon ring raised on four ebonised legs with bun feet united by cross stretchers supporting the circular base and meridian support, the underside inscribed with a 6 or a 9 - 20 1/2in. (52 cm) high
80,000 - 120,000 — 83,650
2 - A 8-inch (20,3 cm) diameter celestial globe by Isaac HABRECHT II, Strasbourg 1621, with imprint 'Sculptura et impressione Iacob ab Heyde MDCXXI […]genti', with a modern ebonised wooden mounting with box cover with four brass hooks and eyes and carrying handle
15,000 - 20,000 — 16,730
3 - A 19 ¼ inch (49 cm) diameter celestial globe by Matthäus GREUTER, Rome 1636 - see auction Christie's South Kensington 2 July 2002, lot 180
50,000 - 60,000 — -----
4 - A 18 ½ inch (47 cm) diameter celestial globe by Vincenzo CORONELLI, London 1696, dedicated to William III of England, with manuscript wooden meridian circle graduated on four quadrants, wooden stand - the octagonal horizon raised on four baluster turned legs united by similarly turned cross stretchers to a circular base and turned meridian support - 29in. (73,7 cm) high
60,000 - 80,000 — 89,150
5 - A 8-inch (20,3 cm) diameter terrestrial globe by Georg Matthäus SEUTTER, Augsburg, ca. 1710, signed 'GLOBUS TERRESTRIS juxta recentissimas ob.servatio. et navigations peritissimor Geograph. Accuratissime delineat, cura et sumtibus, MATTH. SEUTERI Chalcogr: August', with brass meridian and hour ring with pointer, the mahogany horizon ring with hand-coloured paper ring raised on four ebonised and turned tapering columns united by cross stretchers with a small circular base and meridian support - 11 ¼ in. (28,5 cm) high
8,000 - 12,000 — 8,365
6 - A 12-inch (30,5 cm) diameter celestial globe by Gerard & Leonhard VALK, Amsterdam 1700/after 1711, with brass meridian and hour ring with pointer, oak horizon with hand coloured paper ring on an oak and mahogany Dutch-style stand with four turned legs united by cross-stretchers supporting a circular base and meridian support - 19 in. (48,2 cm) high
25,000 - 35,000 — -----
7 - A 12 ½ inch (31,7 cm) diameter terrestrial globe by Joh. Gabr. DOPPELMAYR, Nuremberg 1728, brass meridian and hour ring with pointer, the octagonal horizon raised on four turned and tapering legs united by cross stretchers to the circular base with meridian support - 18 ¼ in. (46,3 cm) high; in the base housing a octagonal gilt and silver horizontal astronomical compass sundial 'Johan Martin in Augspurg 48' - 2 5/8 in. (6,7 cm) wide
25,000 - 30,000 — 57,360
8 - A 5 ¼ inch (13,3 cm) diameter celestial globe by Georg Moritz LOWITZ, Nuremberg 1747with brass meridian and hour ring with pointer, the pasteboard horizon with hand-coloured engraved paper supported on a Dutch-style stand with four turned columns united by cross stretchers to the circular meridian support - 9 ¼ in. (23,5 cm) high
14,000 - 16,000 — -----
9 - A 9-inch (22,9 cm) diameter celestial globe by Didier ROBERT DE VAUGONDY, Paris 1754 with pasteboard meridian and hour ring (later) with gilt-brass pointer, the pasteboard horizon supported on four curved and red-edged quadrant supports on a turned and ebonised wooden column and circular plinth base - 20 ½ in. (52 cm) high
8,000 - 12,000 — 7,767
10 - A pair of 12-inch (30,5 cm) diameter table globes by Andrea ÅKERMAN/Fredric AKREL, Uppsala 1759/1779. The terrestrial globe signed 'GLOBUS TERRAQUEUS cura Societ. Cosmograph. Upsal. Editus A°. 1759 ab Andrea Åkerman … Emendatus Opera Friderici Akrel ad Reg. Acad. Scient. Stockholm Sculpt. 1779', the celestial 'ATLANTI Acad. Ups. Scientiarumq, R.R.S.S.Coll. Nom.Praes. etc. Illustr.mo Excellent.o Com. ac Domine Dom C. EHRENPREUS Hunc GLOBUM COELESTEM Ex Flamstedii Catalogo et recentissimis De la Caillii observationibus ad Annum 1760 adornatum Consecrat Societas Cosmogr. Ups.s Jnterprete A. Åkerman Reg. Soc. Scient. Sculpture 1759.', both spheres with brass meridian and hour ring with pointer, octagonal mahogany horizon with hand-coloured engraved paper raised on four turned legs united by shaped cross stretchers to the meridian support - 19 ¼ in. (48,9 cm) high
22,000 - 25,000 — 23,900
11 - A unique pair of 8 ½ inch ( 21,5 cm) diameter manuscript globes by I. CH. DIBOLD; Durlach 1783. The terrestrial signed 'GLOBE TERRESTRE PAR I. CH. DIBOLD PRO R.A DOURLAC 1783', the celestial 'GLOBE CELESTE PAR I.CH. DIBOLD PRO R. A DOURLAC 1783', both spheres mounted with a paper-covered wooden meridian ring, the wooden horizon ring covered with engraved paper raised on a Dutch-style ebonised wooden stand with four turned legs united by cross-stretchers to a turned meridian support - 14 ½ in. (36,8 cm) high
35,000 - 45,000 — -----
12 - A 9-inch (22,8 cm) diameter celestial globe by William BARDIN, London 1785, signed 'THE CELESTIAL GLOBE Accompanying the GEOGRAPHICAL MAGAZINE. Published as the Act directs, by Harrison & Co. No. 18, Paternoster Row, Apr. 1, 1785. made by W. BARDIN, Fleet Street, LONDON' with brass meridian and mahogany horizon with hand-coloured engraved paper ring on four baluster turned mahogany legs united by turned cross stretchers to the meridian support - 12 ½ in. (31,7 cm) high
9,000 - 10,000 — -----
13 - A 12-inch (30,5 cm) diameter terrestrial globe by Daniel Friedrich SOTZMANN, Nuremberg 1792, edited '... im Verlag des Mechanici Beringer zu Nürnberg 1792'. Brass meridian ring, octagonal wooden horizon ring with hand-coloured engraved paper on four carved, tapering and fluted legs, each mounted at the top with a carved and gilt rosette, united by carved cross stretchers to the turned and fluted meridian support, the four feet each with carved and gilt inverted tulip decoration - 20 ½ in. (52 cm) high
13,000 - 15,000 — -----
14 - A 4-inch (10 cm) diameter terrestrial globe, socalled "silent globe",showing Cook's second and third voyages with numerous dates, showing rivers and mountains, but no text, not signed, but made by Franz Ludwig GÜSSEFELD, 1798. Tasmania shown as a promontory. The globe with a stamped brass meridian ring, signed 'Jenig fecit', the South Pole with a butterfly screw, in a later mahogany Dutch-style stand with hand-coloured printed horizon paper ring - 5 3/4in. (17.1 cm) high
3,000 - 4,000 — ------
15 - A pair of 4-inch (10,1 cm) diameter globes by Johann Berhard BAUER, Nuremberg, ca. 1801. the terrestrial signed 'GLOBUS TERRESTRIS ex tabulis celebrimi Geographe Sozmann. Delineatus a Joh. Bernahrd Bauer - C. R. Dreykorn Nürnbg 1801[?]', the celestial 'GLOBUS COELESTIS ex tabulis celebrimi Astronomi Bode Delineatus a Iohan Bern. Bauer. - Chris:Hein:Kumet.sc.', both spheres with stamped brass meridian ring in a Dutch-style stand - 6 3/4in. (17,1 cm) high
15,000 - 18,000 — -----
16 - A 13-inch (33 cm) diameter terrestrial globe by Charles François DELAMARCHE, Paris, 1801, signed 'GLOBE TERRESTRE RÉDIGÉ astronomiquement et où se trouvent trois voyages du Capit. COOK, ses découvertes et celles de la Peyrouse sur la Nlle Hollande la Nlle Caledie et sur la partie occident de l'Amerique Septentrionale A PARIS par C. F. Delamarche Géog. Rue du Jardinet No. 13, vis-à-vis celle de l'Eperon 1801' the wooden meridian and mahogany horizon ring with hand-coloured engraved paper raised on four baluster turned ebonised wooden legs united by cross stretchers to the central meridian support - 21 ¾ in. (55,2 cm) high
10,000 - 12,000 — 9,560
18 - A 12-inch (30,5 cm) diameter celestial globe by Johann Elert BODE, Nuremberg, 1804, German, signed ‚…Verfertigt und Verlegt von Joh: Georg Franz in Nürnberg' with heavy engraved brass meridian ring, in a mahogany-veneered fruitwood stand, octagonal horizon raised on four elegantly inswept and tapering square-section legs, each with a gilt-painted rosette at the top, united by hipped cross stretchers to the central tapering square-section meridian support - 20 3/4in. (52,7 cm) high
9,000 - 10,000 — -----
21 - A 12 ½-inch (31,7 cm) diameter terrestrial globe signed 'ERDKUGEL nach astronomischen und trigonometrischen Bestimmungen entworfen und gezeichnet von Jos. Jüttner Hauptm: und Frau: Lettany Lieutnt: der k:k:östr: Artillerie im Jahre 1822 zu PRAG' with brass meridian and ebonised wooden horizon ring with hand-coloured engraved paper on four elegantly curved square-section ebonised wooden legs, each with a gilt-painted rosette at the top, united by cross stretchers - 16 3/4in. (42,5 cm) high
10,000 - 12,000 — 10,157
22 - A 12-inch (30,5 cm) diameter terrestrial globe by C. SMITH & SON, London 1830, with brass meridian ring, wooden horizon with hand-coloured engraved paper on a tall mahogany stand, four curved quadrant supports to a baluster turned column with meridian support and three scroll-topped inswept legs terminating in scroll feet with castors, a glazed compass case held between - 31 in. (48,8 cm) high
8,000 - 10,000 — 13,145
23 - A 12-inch (30,5 cm) diameter terrestrial globe by Charles DIEN, Paris 1834, the sphere held in a stamped brass meridian circle with a fixed and unengraved colure which provides the axis for the moving with metal horizon, the meridian raised at an angle of 40 ½° on a turned alabaster column and circular plinth base - 22 1/2in. (57.1 cm) high
4,000 - 5,000 — -----
24 - A pair of 12-inch (30,5 cm) diameter globes, both spheres signed 'MADE by S. S. Edkins son in Law to the late T. M. BARDIN Salisbury Sq.e London'; brass meridian, the wooden horizon with hand-coloured paper raised on four baluster-turned ebonised legs united by cross-stretchers - 18 ¼ in. (46,3 cm) high
13,000 - 15,000 — 11,950
25 - A 2-inch (5 cm) diameter miniature terrestrial globe, signed 'NEWTON'S NEW Terrestrial GLOBE 1835' with two iron axis pins, contained in cylindrical turned wooden case in two halves, the outside painted green - 2 3/4in. (7 cm) high
2,500 - 3,500 — 3,346
26 - A pair of 12-inch (30,5 cm) diameter globes, the terrestrial by G. & J. CARY, London 1839, the celestial by J. & W. CARY, London 18[2?]6. Both spheres with stamped brass meridian rings on a tall and elegant mahogany stand - 26 ½ in. (67,2 cm) high
15,000 - 20,000 — -----
27 - A pair of 9 1/2 -inch (24 cm) diameter globes, the terrestrial signed 'GLOBE ADOPTÉ PAR LE CONSEIL DE L'UNIVERSITÉ Maison DELAMARCHE Rue Serpente No. 25 Paris 1845', the celestial 'GLOBE CÉLESTE Approuvé par l'Université. PAR A. DELAMARCHE. Paris 7, Rue du Battoiv.' Both spheres with pasteboard meridian; the wooden horizon ring raised on four curved quadrants supports on a turned and ebonised wooden column and circular plinth base - 21 in. (53,3 cm) high
13,000 - 15,000 — -----
28 - A pair of 4 ½-inch (11,5 cm) diameter globes by NEWTON, London ca. 1846. The terrestrial signed 'NEWTON'S New improved Terrestrial Globe, Containing the latest Discoveries. 66, Chancery Lane London', the celestial 'NEWTON'S New & Improved Celestial Globe 66, Chancery Lane London. 1846.' Both spheres with an unengraved brass meridian half-circle raised on a baluster turned mahogany column and circular plinth base - 7 ½ in. (19 cm) high
8,000 - 12,000 — -----
29 - A 18-inch (45,7 cm) diameter terrestrial globe by '… THOS MALBY & SON MAP & GLOBE SELLERS TO THE ADMIRALTY JANY 1 1851 Engraved by Charles Malby' with brass meridian ring. The wooden horizon with engraved paper ring raised on an elegant mahogany library stand with three inswept feet with inlaid satin wood parquetry detail, terminating in brass-capped castors - 42in. (106,7 cm) high
15,000 - 18,000 — 15,535
30 - A 8-inch (20,3 cm) diameter terrestrial globe, signed 'ERDGLOBUS gezeichnet von H. KIEPERT BERLIN Verlag von Dietrich Reimer. 1869. Stich v. J. Sulzer Druck v. F. Barth', with brass meridian ring and wooden horizon covered with steel engraved paper. The wooden stand with four curved quadrant supports to the octagonal horizon raised on a turned pillar with three shaped legs united by a thin concave triform stretcher, a glazed compass case at the centre - 19in. (48,2 cm) high
4,000 - 5,000 — -----
31 - A 16-inch (40,7 cm) diameter terrestrial globe, the mahogany horizon with hand-coloured paper bearing the notes 'IMPROVED GLOBE, BOSTON, MANUFCTURED BY GILMAN JOSLIN CORRECTED TO 1870' and 'Entered according to Act of Congress in the year 1852 by Charles Copley, in the Clerk's office of the District Court of the Southern District of New York'. The sphere with brass meridian ring and wooden horizon raised on a four foliate cast-iron quadrant supports to a foliate-decorated tulip-shaped column with three hipped inswept legs and tulip-shaped feet - 42in. (106,7 cm) high
10,000 - 15,000 — -----
32 - A 25-inch (63,5 cm) diameter terrestrial globe, signed 'NEWTON'S NEW TERRESTRIAL GLOBE COMPILED FROM THE MOST RECENT AUTHENTIC SURVEYS OF BRITISH AND FOREIGN NAVIGATORS AND TRAVELLERS LONDON Published March 25th 1874. Manufactured by NEWTON AND SON 66, Chancery Lane. Davies […] NEWTON & CO. 3 Fleet Street', heavy stamped brass meridian ring on a heavy walnut library stand, the horizon supported on four curved and cannellated quadrant supports to a short central pillar with three heavy scroll-topped inswept legs terminating in lion's-paw feet with castors, a glazed compass held between them on turned cross stretchers, the engraved paper signed NEWTON & co Fleet Street LONDON' - 53 ¼ in. (135,2 cm) high
50,000 - 60,000 — 53,775
33 - A 12-inch (30,5 cm) terrestrial globe, signed 'MALBY'S TERRESTRIAL GLOBE; Compiled from the latest & MOST AUTHENTIC SOURCES, Including all the recent Geographical Discoveries. EDWARD STANFORD; GEOGRAPHICAL PUBLISHER &c., 55, CHARING CROSS, LONDON. 1877.', brass meridian ring, the mahogany horizon with printed and hand-coloured paper ring raised on four curved and cannellated quadrants supports to a turned central column with brass meridian support with screw clamp, on three cabriole legs terminating in pad feet - 25 in. (63,5 cm) high
8,000 - 12,000 — 9,560
34 - A pair of 13-inch (33 cm) diameter globes, the terrestrial signed 'GLOBE TERRESTRE PAR DELAMARCHE E. BERTAUX EDITEUR 25, Rue Serpente. PARIS', the celestial 'DELAMARCHE, Rue Serpente, 25 PARIS.' Both spheres with brass meridian ring, the wooden horizon with printed paper raised on four curved quadrant supports to a central turned and carved column with three inswept legs terminating in lion's paw and ball feet - 27 ¾ in. (70,5 cm) high
10,000 - 15,000 — 9,560
35 - A pair on 12 ½-inch (31,9 cm) diameter globes, c. 1895, the terrestrial signed ' ERDKUGEL (GLOBUS) Druck und Verlag von J. FELKL & SOHN Lehrmittel-Fabrik in ROSTOK bei PRAG', the celestial 'HIMMELSGLOBUS Entworfen und herausgegeben von J. FELKL & SOHN Roztok-Prag', both spheres with brass meridian rings, the celestial with a brass quadrant of altitude, the dodecahedral horizon with chromolithographed paper ring raised on four shaped quadrant supports to a turned central pillar with three inswept legs, a brass-cased and glazed compass held on brass supports between the legs - 29 in. (73,7 cm) high
10,000 - 15,000 — 9,560
36 - A 6-inch (15,2 cm) diameter Mars globe, signed 'Globe Geographique de la Planète MARS d'après CAMILLE FLAMMARION par E. Antoniadi E. Bertaux, Editeur, Paris.' On a simple turned and ebonised wooden column and circular plinth base - 12 ¼ in. (31 cm) high
2,500 - 3,000 — 2,390

CHRISTIE'S South Kensington - 4 December 2002

62 - Edward Luther STEVENSON, Terrestrial And Celestial Globes Their History And Construction Including A Consideration Of Their Value As Aids In The Study Of Geography And Astronomy, New Haven: The Hispanic Society of America, 1921, 2 volumes, 8°, first edition, one of 1000 copies
200-300 — 235
64 - A pair of 2 ¾-inch (7 cm) diameter globes, the terrestrial signed 'A New GLOBE of the EARTH by N. Lane' and '1776 Prockter fe.', the celestial with no makers cartouche. Both spheres with brass hour ring as a cap at the North Pole and brass meridian ring, in an oak-stand, the horizon with hand-coloured engraved paper ring raised on four baluster turned legs united by turned cross stretchers - 4 ½ in. (11,4 cm) high
8,000 - 10,000 — 7,050
65 - A 2 ¾-inch (7 cm) pocket globe [after Hermann MOLL]; London, late 18th century. The terrestrial signed 'A Correct GLOBE with the new Discoveries' (Cooks voyage is marked with '1760') and contained in the original fishskin-covered spherical case, the interior laid with celestial gores, signed 'A Correct Globe with y.e New Cons:tellations of D.r Halley &c.'
(areas of fishskin cracking)
1,800-2,00 — -----
67 - A pair of 2 3/4-inch (7 cm) diameter globes, the terrestrial signed 'DARTON & C.o 55 Gracechurch Street LONDON 1809', the celestial 'A Correct Globe with y.e New Cons:tellations of D.r Halley &c.' [same label as lot 65 before]. Both spheres with brass meridian ring in an ivory stand, the stamped horizon raised on four baluster turned legs united by cross stretchers - 4 ½ in. (11,5 cm) high
3,500-4,500 — 4112
70 - A 5-inch (12,7 cm) terrestrial globe signed 'MPS.', French text, contained in a circular cardboard box, the lid with an applied hand-coloured engraved paper with foliate border and a picture of a family at study, with the remains of a title 'DIE ERDE …' (some loss and wear) - 5 ¾ inch (14,6 cm) high [French globe in a German box]
1,800 - 2,000 — 1,880
78 - A mid-18th Century paper and pasteboard Ptolemaic armillary sphere, the 1 ½ inch (3,8 cm) diameter terrestrial globe with a cartouche in the northern Pacific 'GLOBE TERREST. 1744', in the southern pacific the note 'par Hardy'. The meridian ring signed 'Se monte et se vend chés Desnos rue St Jacque S.t Severin AParis 1757' and 'Monte Par l'Auteur'. The sphere with horizon ring and four quadrants raised on an ebonised and baluster turned wooden column and circular plinth base - 16 in. (40,7 cm) high
4,000 - 6,000 — 4,465
80 - A paper and pasteboard heliocentric armillary sphere, unsigned, the gilt-painted plaster Sun ball at the centre surrounded by paper-covered pasteboard rings for the planets from mercury to Saturn, the 1-inch (2,5 cm) diameter Earth ball showing the track of Cook's 1773 voyage, surrounded by a small card Moon disc on a wire arm. The sphere raised on a turned ebonised column and circular plinth base - 15 ½ in. (42 cm)
3,000 - 4,000 — -----
85 - A 24-inch [] (61 cm) diameter celestial globe by Vincenzo CORONELLI - see lot 179, auction 2 July 2002
12,000 - 15,000 — 12,925
86 - A 10-inch (25,4 cm) diameter celestial globe, Swedish, late 18th century, signed 'HIMMELS GLOB C. Akrell', with stamped brass meridian ring, ebonised horizon with hand-coloured paper ring, raised on four turned mahogany legs united by a concave triform platform with a turned meridian support - 17 ½ in (44,5 cm) high
[the wooden meridian support has been restored - but: the papered horizon ring on the stand must be equal with the horizon (equator) on the sphere!!!]
4,000 - 5,000 — -----
87 - A 12-inch (30,5 cm) diameter celestial globe by J. & W. CARY, London 1816, with brass meridian ring, on a mahogany stand, the engraved paper horizon ring raised on four curved quadrant supports to a turned central column with brass meridian support and three cabriole legs terminating in pad feet - 24 ¼ in. (61,6 cm) high
2,000 - 3,000 — -----
87A - A 10-inch (25,4 cm) diameter terrestrial globe, Swedish, signed 'JORDGLOB Utgifven 1817', with brass meridian ring, the mahogany horizon with hand-coloured engraved paper raised on four curved mahogany quadrant supports, each with square section at the top with a gilt rosette, to a baluster turned fruitwood column with three inswept legs - 21 in. (53,4 cm) high
5,000 - 6,000 — -----
88 - A pair of 12-inch (30,5 cm) diameter terrestrial globe, English, dated 1826 by J. &. W. NEWTON, London, both spheres with brass meridian ring, the hand-coloured engraved paper horizon ring raised on three ebonised and baluster turned legs united by cross stretchers - 18 ½ in. (47 cm) high
6,000 - 8,000 — 8,225
89 - A pair of 7 ½-inch (19 cm) diameter inflatable globes, each sphere made from untanned calfskin with an inner bladder of (later) rubber, inflatable via a metal valve at the North Pole, the terrestrial signed 'BREVET D'INVENTION GLOBE TERRESTRE dressé PAR AMBROISE TARDIEU d'après l'invention de A. WEINLING ET CIE 1831 A STRASBOURG chez Marin et Schmidt', the celestial 'Brevet d'Invention. GLOBE CÉLESTE Position des étoiles fixes pour l'année 1840 dressé par SPIES d'après l'invention de WEINLING & CIE Lith. De Simon P. et F. A Strasbourg chez Marin & Schmidt', both spheres with metal catch securing the north polar axis pin to the meridian, with iron pointer for the (missing) hour ring, meridian with printed paper ring, the four horizon quadrant supports the horizon ring and raised on a baluster turned fruitwood column and circular plinth base - 20 in. (50,8 cm) high
5,000 - 8,000 — -----
90 - A 13-inch (33 cm) diameter celestial globe, signed 'DELAMARCHE, Rue Serpente, 25 PARIS', with stamped brass meridian half circle raised on a small turned brass support to a turned and ebonised wooden column - 23 ¾ in. (60,3 cm) high
2,000 - 2,500 — -----
91 - A 18-inch (45,7 cm) diameter celestial globe, dated 1843, by MALBY & Co, London, with stamped brass meridian ring, mahogany horizon with hand-coloured engraved paper ring raised on three curved and cannellated quadrant supports to a central hexagonal-section column with three inswept legs terminating in lion's paw-feet - 38 in. (96,5 cm) high
12,000 - 15,000 — -----
92 - A 9 ½-inch (24 cm) diameter terrestrial globe, dated 1847, by Charles DIEN, with an unengraved brass meridian ring and a stamped white metal horizon ring, raised on ebonised semi-circular iron support to a turned brass fixture a top a turned and ebonised wooden column and plinth base - 20 in. (50,8 cm) high
2,500 - 3,000 — -----
93 - A 12-inch (30,5 cm) diameter terrestrial globe, dated 185.(?), by CARY, London, with brass meridian ring, wooden horizon with hand-coloured paper horizon ring, raised on four curved mahogany quadrant supports to a turned central column with three inswept legs, the glazed mahogany compass case held between them - 24 ¼ in. (61,6 cm) high
7,000 - 9,000 — -----
94 - A 6-inch (15,2 cm) diameter terrestrial globe, Swedish, signed 'JORDGLOB Uitgifven År 1866', with an unengraved brass meridian half-circle raised on a simple turned and ebonised wooden column and circular plinth base - 11 3/45in. (29,8 cm) high
1,500 - 2,000 — -----
95 - A 15-inch (38,1^cm) diameter terrestrial globe, French, signed 'GLOBE TERRESTRE NAUD-EVRARD. EDITEUR 3, Rue Geoffroy-Marie. 3 PARIS Réduction du grand modèle de CH. LAROCHETTE ET L.BONNEFONT. Médaille d'Argent à l'Exposition Universelle de 1867 Imp. Lemercier et C.ie Schmidt Sc.' With a brass ball finial, raised on a baluster turned ebonised wooden column and circular stepped plinth base - 24in. (61 cm) high
1,800 - 2,200 — -----
96 - A pair of 13-inch (33 cm) diameter globes, late 19th century, the terrestrial signed 'A. N. LEBEGUE ET C.IE IMPRIMEURS-ÈDITEURS 46, Rue de la Madeleine. BRUXELLES', the celestial 'GLOBE CÉLESTE P. MAES, éditeur 98, boulevard Anspach, 98 BRUXELLES', both spheres with a pierced and scroll-shaped iron finial, raised on a short cast-iron arm and foliate-decorated tripod stand with three raised mustachoied faces and legs terminating in lion's paw feet - 23 ½ in. (59,7 cm) high
3,000 - 4,000 — -----
97 - A 15-inch (38,1 cm) diameter terrestrial globe, English, dated 1836, by G. & J. CARY, London, with brass meridian ring, the mahogany horizon with hand-coloured engraved paper ring, raised on four curved quadrant supports to a baluster turned column with three inswept legs terminating in castors, the glazed compass box held on cross-stretchers between - 40 in. (101,6 cm) high — -----
10,000 - 12,000
98 - A 12-inch (30,5 cm) diameter celestial globe, English, recalculated for the year 1840 by W. NEWTON & SON, London, with brass meridian ring, mahogany horizon ring with engraved paper ring, raised on three turned, reeded and tapering legs united by inswept cross stretchers to a turned meridian support, also with a turned and glazed compass box, the three legs terminating in castors - 36 ¾ in. (93,4 cm) high
4,000 - 6,000 — -----
99 - A 18-inch (45,7 cm) diameter terrestrial globe, English, signed 'A TERRESTRIAL GLOBE, Compiled from the latest & MOST AUTHENTIC SOURCES; INCLUDING ALL THE RECENT Geographical Discoveries, PUBLISHED BY J. WYLD, Charing Cross East., NEXT DOOR TO THE POST OFFICE, LONDON. 1854' raised with brass meridian and wooden horizon ring on four curved quadrant supports to a baluster turned column with three inswept legs terminating in castors - 42 ½ in. (108 cm) high
12,000 - 15,000 — -----
100 - A 12-inch (30,5 cm) diameter terrestrial globe, English, signed 'CRUCHLEY'S NEW TERRESTRIAL GLOBE From the most recent Authorities EXHIBITING THE DISCOVERIES IN EQUATORIAL AFRICA; NORTH POLE, And the new Settlements & Divisions of AUSTRALIA, NEW ZEALAND, CALIFORNIA, TEXAS & C. LONDON G: F: CRUCHLEY, MAPSELLER, GLOBEMAKER & PUBLISHER. 81, FLEET STREET' and an overlaid cartouche '1868', with brass meridian ring, mahogany horizon with hand-coloured engraved paper ring signed 'W. Harris 1835', raised on four quadrant supports to a tall baluster turned column with three hipped and inswept legs terminating in scroll feet - 43in. (109,2 cm) high
7,000 - 9,000 — -----

SOTHEBY'S Olympia 16 December 2002

267 - A 12-inch terrestrial globe, English, third quarter 19th century, signed 'MALBY'S terrestrial globe compiled from the latest & most authentic sources including all the recent Geographical Discoveries Edward Stanford Geographical Publishers, 6 Charing Cross London' with brass meridian ring, printed paper applied to the horizon ring, supported on three turned baluster mahogany legs with cross stretchers, height 50 cm
1,000 - 1,500 — 4,112
268 - A 5 ¼ -inch celestial globe, French, first quarter 19th century, unsigned, later brass meridian ring and polar calotte, the horizon ring supported by four turned baluster columns with four oak stretchers united in the centre, supported on four bun feet, height 23 cm
3,000 - 4,000 — -----
269 - A 6-inch terrestrial globe, German, second quarter 19th century, signed 'Neuer ERDGLOBUS nach den besten Hulfs mitteln gestochen und verfertigt von G. F. Haug, Hof Mechanicus in Stuttgart 1833', later brass meridian ring and hour ring, fitted with an octagonal horizon ring, raised on an ebonised stand with four quadrant arc supports central column and four splayed legs, height 42 cm
3,000 - 4,000 — -----


 

 

 

 

 

Impressum | Site Map | Kontakt | Last Update: